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5 Crashtest-Sterne nur für Toyota - aber neuer Ärger

05.03.2010, 18:04
5 Crashtest-Sterne nur für Toyota - aber neuer Ärger (Bild: ÖAMTC)
Foto: ÖAMTC
Es gibt zwischendurch auch mal gute Nachrichten, die Toyota betreffen: Beim aktuellen NCAP- Crashtest wurden drei Minivans und ein Mittelklasse- Auto überprüft – und der Toyota Verso hat als Einziger die Höchstwertung von fünf Sternen erhalten. Das Thema „klemmende Gaspedale ist aber weiter mehr als unerfreulich: Offenbar gibt es auch noch Probleme, wenn der Schaden bereits in der Werkstatt „behoben“ wurde! Kommt es deswegen zum Unfall, sitzt man wenigstens in einem sehr sicheren Auto, könnte man ätzen…

Fünf Sterne also für den Toyota Verso, für Nissan Cube und das einzige Mittelklasse- Auto im Test, den Seat Exeo, reichte es nur zu vier Sternen, Citroen Nemo kam überhaupt nur auf drei Sterne.

Im Crashtest besonders gute Werte erreichte der Toyota bei der Erwachsenensicherheit (89 Prozent der möglichen Punkte) und bei der Ausstattung mit Fahrerassistenzsystemen, er überzeugte bei Front- und Seitencrash. Schwächen zeigte er dagegen bei Pfahl- und Heckaufprall- Test. Diese beiden Tests wurden vor einem Jahr neu eingeführt.

Der Pfahltest simuliert mittels einer Stahlsäule den seitlichen Aufprall auf einen Baum oder Lichtmasten. Der Heckaufpralltest misst die Belastungen im Nacken bei einem Auffahrunfall. "Besorgniserregend ist, dass bei allen vier getesteten Fahrzeugen das Verletzungsrisiko nach einem Heckaufprall relativ hoch ist. Der Citroen Nemo ist bei dem Test sogar durchgefallen", sagt ÖAMTC- Cheftechniker Max Lang.

Kinder im Seat gut unterwegs

Schwache Werte beim Pfahltest und ein erhöhtes Verletzungsrisiko beim Heckaufprall sowie die Gefahr von Beinverletzungen beim Frontcrash kosteten auch die zwei Vier- Sterne- Autos eine bessere Bewertung. "Der Seat Exeo weist vor allem beim Pfahltest starke Schwächen auf. Bei einem Crash gegen einen Baum erleiden die Passagiere schwere Verletzungen im Brustbereich", erklärt Lang. Sehr sicher unterwegs sind im Seat Exeo hingegen Kinder.

Toyota: Probleme auch nach Werkstattbesuch

Toyota- Fahrer haben offenbar auch nach der Reparatur von Autos wegen plötzlicher und ungewollter Beschleunigung Probleme. Mittlerweile liegen der Behörde für Verkehrssicherheit in den USA 60 Beschwerden von Autofahrern vor, die angeben, dass ihre Wagen immer noch ohne ihr Zutun beschleunigen. Mitte der Woche waren es erst 10 Beschwerden gewesen.

Der Konzern beorderte in den vergangenen Monaten weltweit wegen verschiedener Probleme mehr als acht Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück, darunter sechs Millionen in den USA.

Die US- Behörde für Verkehrssicherheit bringt inzwischen 52 Tote mit der Pannenserie bei Toyota in Verbindung.

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