Die Kühlerfigur, die eigentlich „Spirit of Ecstasy“ heißt (und ursprünglich „Spitit of Speed“ heißen sollte), wird in diesem Rolls Royce besonders flott bewegt, denn ein Coupé hat traditionell einen etwas sportlicheren Zugang zum Thema Fahren. 460 PS und 720 Nm entspringen dem 6,75-Liter-V12, der sich so willens und in der Lage sieht, den 2,6-Tonnen-Monolithen in 5,8 Sekunden von 0 auf 100 zu wuchten. Dazu kommt der im Vergleich zur Phantom-Limousine um 25 Zentimeter verkürzte Radstand, ein straffer abgestimmtes Fahrwerk und eine gefühlvollere Lenkung. Ein Sportknopf neben dem Lenkrad lässt die Automatik die Gänge weiter ausdrehen sowie Kickdown und Gas spontaner ansprechen.
Nichts für Zögerliche
Ähnlichkeiten mit Phantom und Phantom Drophead (das Cabrio) sind natürlich nicht zufällig, wobei Rolls Royce betont, dass es sich hier nicht lediglich um einen Drophead mit festem Dach, sondern um ein eigenständiges, dynamisches Fahrzeug handelt. Auf jeden Fall ist es das dritte RR-Modell seit der Übernahme durch BMW. Klassisch der extrem kurze vordere Überhang mit dem langen hinteren, ebenso die riesigen hinten angeschlagenen Türen. Die schließen sich übrigens auf Knopfdruck elektrisch. Die Materialien im Innenraum sind natürlich unschlagbar: Holz, Leder und alles – wie auch das ganze Auto – in Handarbeit Stück für Stück zu einem perfekten Kunstwerk zusammengefügt. Entscheidungsschwache haben es schwer: 44.000 Außenfarben, sechs Holzarten und neun Lederfarben stehen zur Auswahl. Ein Auto für Leader.
Sternenhimmel optional
Das ungewöhnlichste Ausstattungsdetail prangt über den Insassen: ein waschechter Sternenhimmel! Und das bei jedem Wetter, denn man muss nicht nachts das Dach öffnen und auf wolkenfreien Himmel hoffen, die Sterne leuchten vom Auto-Dachhimmel (siehe Diashow).
Damit der edle Lack nicht Gefahr läuft, mit minderem Blech oder anderen Hindernissen zu kollidieren, liefern zwei Kameras von vorne und hinten Live-Aufnahmen von der Umgebung und stellen sie auf einem Split-Screen dar. Auch auf die Ohren gibt es einiges: Zum einen den sonoren Zwölfzylindersound, zum anderen 420-Watt-Sound aus 15 Lautsprechern.
Für das Gepäck steht ein 395 Liter fassender Kofferraum zur Verfügung, zum leichteren Beladen lässt sich zusätzlich zur Kofferraumhaube auch noch der hintere Abschluss als Klappe öffnen. Die offene Klappe lässt sich problemlos mit 150 Kilo belasten, man kann also zu zweit nett drauf sitzen und plaudern.
Wer sich den Phantom Coupé in die Garage stellen will, sollte prüfen, ob sie groß genug ist. Es sollte ein Prachtstück von 5,60 Meter Länge, 1,60 Meter Höhe und 1,90 Meter Breite hineinpassen. Beim Preis hält man sich bei Rolls Royce noch bedeckt. Wir wollen ihn aber eigentlich ohnehin nicht wissen…
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