Mit einer Runderneuerung seiner populären iPod-Musikplayer hat Apple bei der unter dem Motto "The Beat Goes On" laufenden Veranstaltung am Mittwoch auf den verschärften Wettbewerb reagiert. Spitzenmodell soll künftig der neue "iPod touch" sein, der wie das iPhone über einen Webbrowser verfügt und YouTube-Videos abspielen können soll. Der Player mit dem 3,5 Zoll großen Display ist nur acht Millimeter dick und soll für 299 Euro (mit acht Gigabyte Speicher) bzw. 399 Euro (16 Gigabyte) angeboten werden.
Neben dem neuen "iPod touch" führte Jobs auch eine neue Version des Nano-Musikplayers vor, der dank eines 2-Zoll-Displays künftig auch Videos und Spiele unterstützt. Der neue nano wird künftig in Kapazitäten von vier und acht Gigabyte zum Preis von 149 bzw. 199 Euro erhältlich sein.
Neuerungen gibt es auch beim "alten" iPod ohne Touch-Display, der künftig den Namen "iPod Classic" tragen wird und in der neuen Version ein Speichervolumen von bis zu 160 Gigabyte bietet, doppelt so viel wie bisher (Bilder von allen iPod-Modellen gibt's in der Infobox).
Apple will Klingelton-Markt erobern
Zuvor hatte der Apple-Chef angekündigt, in den Markt mit Klingeltönen einzusteigen. Über eine neue Version der Musiksoftware iTunes können sich Nutzer aus dem Fundus von 500.000 Songs aus dem Apple-Online-Laden individuelle Klingeltöne erstellen.
Neben den 99 Cent für den eigentlichen Song verlangt Apple dann weitere 99 Cent für die Nutzung als Klingelton. Damit liegt Apple preislich in etwa auf dem Niveau seiner Wettbewerber.
iPhone wird billiger
Gutes wusste Steve Jobs auch über das erst vor gut zwei Monaten eingeführte iPhone zu berichten: Dem Apple-Chef zufolge werde man bald das millionste iPhone verkaufen und - viel wichtiger - auch den Preis für das Mobiltelefon senken. Das Handy mit acht Gigabyte Speicher wird künftig 399 statt 599 Dollar kosten. Die weniger populäre Variante mit vier Gigabyte, die Apple bisher für 499 Dollar anbot, verschwindet demnächst aus dem Programm.
Was den Kunden sicher freuen dürfte, wurde an der US-Börse allerdings als Zeichen der Schwäche interpretiert: Der angekündigte Preisabschlag von 200 Dollar ließ die Aktie gut fünf Prozent verlieren.
Ankündigungen zum Europa-Start des iPhone gab es auch am Mittwoch nicht. Sie werden aber in nächster Zeit erwartet, da das Apple-Handy zum Weihnachtsgeschäft eingeführt werden soll.
Microsoft senkt Preis für Zune-Player
Apples Produktoffensive hat auch Auswirkungen auf den bisherigen Haupt-Wettbewerber Microsoft: Der Konzern aus Redmond hatte kurz vor der Apple-Ankündigung den Preis für seinen Player Zune um 50 Dollar auf 199 Dollar gesenkt. Nach Einschätzungen von Experten dürfte Microsoft im Markt der mobilen Musikplayer jedoch auch weiterhin keine zu gewichtige Rolle spielen.
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