Nach dem schrecklichen Unfalltod des 15-jährigen Sebastian E. ist die Trauer in Rainbach im Mühlkreis (OÖ) groß. Bursch fuhr am Dienstag mit Moped in einem Fahrverbot wegen einer Baustelle und wurde in der Folge von einem rückwärts fahrenden Lkw überrollt.
„Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns nur, mit dem Unbegreiflichen zu leben.“ Mit diesen rührenden Worten nimmt die HTL Paul-Hahn-Straße von ihrem Schüler Sebastian E. Abschied. Seit einem Jahr besuchte der beliebte Mühlviertler die Linzer Schule.
Unfall auf Baustelle
Wie berichtet, wurde der 15-jährige Mopedfahrer – der erst seit Kurzem seinen Führerschein besessen haben soll – am Dienstag in seiner Heimatgemeinde Rainbach im Mühlkreis in einem Baustellenbereich von einem zurückfahrenden Lkw erfasst und tödlich verletzt. Der junge Bursch wurde noch mehrere Meter mitgeschleift, ehe der Lenker (24) den Vorfall bemerkte und sofort mit Erste-Hilfe-Maßnahmen startete. Doch für den Jugendlichen kam leider jede Hilfe zu spät.
Trauer an Schule
„Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden sowie allen, die ihm nahestanden. Wir trauern gemeinsam als Schulgemeinschaft“, heißt es seitens der Schule. Auch in Rainbach sitzt der Schock nach dem Unfall tief. Sebastian war nicht nur bis vor drei Jahren im örtlichen Fußballverein aktiv, sondern bis zuletzt ein engagiertes und verlässliches Mitglied der Feuerwehrjugend. Deshalb trafen noch am Dienstagabend seine Kameraden zusammen, wurden vom Kriseninterventionsteam betreut. Auch in der Schule standen Krisenhelfer am Mittwoch bereit.
Polizei ermittelt noch
Während Freunde und Familie – der 15-Jährige hat noch eine jüngere Schwester – mit der Trauer zu kämpfen haben, laufen die Ermittlungen der Polizei zum genauen Unfallhergang. Eigentlich hätte der Bursch im Unglücksbereich gar nicht unterwegs sein dürfen: Es gilt dort ein Fahrverbot.
Doch das dürften viele ignorieren, wie ein anderer Lkw-Fahrer dieser Baustelle auf Facebook schreibt: „Vorweg möchte ich mein aufrichtiges Mitgefühl ausdrücken. Dem jungen Kollegen wünsche ich viel Kraft, um dieses schreckliche Erlebnis gut zu verarbeiten. Ich muss immer wieder feststellen, dass sich Menschen auf der Baustelle befinden, die dort nichts verloren haben. Es besteht auf den Wegen ein allgemeines Fahrverbot, dennoch sind immer wieder Radfahrer, Moped und Motorradfahrer wie auch Traktoren und auch Pkw innerhalb des Fahrverbots unterwegs. Ich habe vor zwei Wochen mehreren Personen gesagt, dass man hier was machen muss. Weiters habe ich mit der Polizei gesprochen, dass sie das vermehrt kontrollieren soll.“
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