Do, 21. Juni 2018

Um die Hälfte fahren

23.08.2007 12:49

Erdgas spart bis 50 Prozent der Spritkosten

Angesichts immer weiter steigender Spritpreise stellt sich die Frage: Wie lange kann man sich Autofahren noch leisten? Jedenfalls so, wie man es bisher tut. Eine Alternative zu teurem Sprit könnte Erdgas sein, mit dem man bis zur Hälfte billiger fährt. Es ist aber nicht alles Gold, was glänzt.

Immerhin 50 Prozent lassen sich im Vergleich zu Benzinmotoren sparen, verglichen mit Dieselantrieb bleiben 30 Prozent im Börsel statt auf der Straße, sagt der ÖAMTC. Daneben verbrennt Gas auch noch etwas sauberer als Benzin oder Dieselkraftstoff. Eine Untersuchung des ÖAMTC, der TU-Wien, General Motors und OMV ergab, dass der Erdgas-Motor zu zehn Prozent weniger CO2 abgibt, zu 85 Prozent weniger Partikel als der Diesel (ohne Partikelfilter) und zu einem kaum nachweisbaren Niveau Stickstoffoxide in die Luft bläst. 

Erst investieren, dann sparen
Bis es allerdings ans Sparen geht, muss zunächst einmal investiert werden. Da die Produktionszahlen bei Erdgas-Fahrzeugen immer noch gering sind, muss bei einer Neuanschaffung gegenüber einem gleichwertigen Dieselfahrzeug mit Mehrkosten von ca. 500 bis 2.000 Euro gerechnet werden. Die Umrüstung eines vorhandenen Autos auf Erdgas ist kaum unter 3.000 Euro zu haben. 

Es empfiehlt sich also der Griff zum Taschenrechner. Im allergünstigsten Fall amortisiert sich die Anschaffung nach 15.000 gefahrenen Kilometern. Nach Untersuchungen des ADAC rentiert es sich aber oft erst nach 80.000 oder mehr Kilometern Fahrstrecke - und auch nur dann, wenn man niemals auf den unverändert vorhandenen Benzintank zurückgreift. Das Umschalten auf den herkömmlichen Kraftstoff ist allerdings oft nicht zu vermeiden, denn die Reichweite der meisten Erdgastanks liegt nur zwischen 300 und 400 Kilometer. Mit jedem Rückgriff auf das Benzin zögert sich eine Amortisation weiter hinaus. 

Dazu kommt, dass das Tankstellennetz in Sachen Erdgas noch recht dünn und nur in Ballungsgebieten nennenswert ausgebaut ist. Längere Fahrten wollen also gut geplant sein, damit man nicht unterwegs mit leerem Tank liegen bleibt oder auf konventionellen Sprit umschalten muss. Mit Erdgas laufen die Motoren aber deutlich ruhiger und leiser. 

Schäden durch Erdgasbetrieb?
Nachdenklich stimmen Berichte der Fachzeitschrift "Auto Service Praxis" über auffällige Schäden an Motoren, die mit Flüssiggas gefüttert werden. Bei manchen Fahrzeugen sollen Ventilsitzringe von dem "mageren" Gas geschädigt worden sein, bei anderen hätten Paraffin-Ablagerungen Einspritzanlagen verklebt - vermutlich Folge eines zu hohen Butan- Anteils im Gas-Gemisch, wie die Zeitschrift schreibt. 

Der Fachverband Gas Wärme (FGW) bietet einen Online-Rechner, der zeigt, wie viel sich im laufenden Betrieb durch Erdgas sparen lässt (siehe Infobox). Wie teuer die Umrüstung deines Autos kommt, bitte bei deiner Werkstatt erfragen.

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