Doch während sich bei einigen US-Unternehmen Resignation über Second Life breit macht, zeigen deutsche Unternehmen nach wie vor Zufriedenheit mit ihrem Engagement in der virtuellen Welt. "Momentan bestehen keine Pläne, sich aus Second Life zurückzuziehen", so Oliver Brüggen, Sprecher von Adidas. Man sei zufrieden, Pläne für eine Erweiterung gebe es derzeit jedoch auch nicht, heißt es vom Sportartikelhersteller. Seit der Inseleröffnung im September 2006 verkaufte Adidas monatlich 2.700 Schuhpaare im Second-Life-Shop und verzeichnete im Schnitt 9.000 Besucher.
Auch DaimlerChrysler will weiterhin mit seiner Marke Mercedes Benz im zweiten Leben vertreten bleiben. "Wir sind sehr zufrieden mit den Besucherzahlen. Das Ziel unseres Auftritts in Second Life ist, in direkten Dialog mit der Zielgruppe zu treten", betont Susanne Klauser, Pressesprecherin des Automobilkonzerns. Mercedes Benz bietet den Avataren eine Teststrecke mit allen Wetterverhältnissen, auf der sie die C-Klasse virtuell testen können.
Die Bevölkerung in Second Life schrumpft indes, während andere virtuelle Welten wie "Entropia Universe" oder "There" Zulauf erhalten. Im Juni sind die aktiven Nutzerzahlen um 2,5 Prozent zurückgegangen. Von den acht Millionen Registrierten halten sich zu Spitzenzeiten 30.000 bis 40.000 Nutzer in Second Life auf.
Die Unternehmen folgen der virtuellen Völkerwanderung. IBM ist bereits in "Entropia Universe" und "There" aktiv. "Entropia Universe" wird vom schwedischen 3D-Spezialisten Mindark betrieben und seit dem Start 2003 haben sich 580.000 Nutzer registriert. "There" hat laut eigenen Angaben rund eine Millionen Mitglieder. Betreiber ist das in Silicon Valley angesiedelte Unternehmen Makena Technologies. (pte)
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