Strategie der Türkei?

Weltverband verbietet elf Athleten Nationenwechsel

Sport-Mix
16.04.2026 16:18
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der Leichtathletik-Weltverband hat Diskus-Olympiasieger Roje Stona aus Jamaika als einem von elf Sportlerinnen und Sportlern untersagt, künftig für die Türkei anzutreten. Die Nationalität wechseln wollten unter anderem auch Stonas Landsmann Wayne Pinnock, der vor zwei Jahren in Paris Silber im Weitsprung holte, und die Ex-Marathonweltrekordhalterin Brigid Kosgei. Die Kenianerin sicherte sich 2021 Olympia-Silber im Marathon.

Mit seiner Entscheidung versagte der Weltverband den Sportlern auch einen Start bei den nächsten Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles für die Türkei. Er verhandelte die elf Anträge gleichzeitig und lehnte sie ab, weil er dahinter eine Strategie der türkischen Regierung vermutet. Die Athleten sollten nach Verbandsangaben offenbar zu einem türkischen Club wechseln, der komplett von der Regierung finanziert und kontrolliert wird.

Brigid Kosgei
Brigid Kosgei(Bild: AP/ASSOCIATED PRESS)

World Athletics erklärte, die Glaubwürdigkeit internationaler Wettbewerbe solle geschützt werden. Die geltenden Richtlinien sollten nationale Verbände ermutigen, eigene Talente zu fördern, und das Vertrauen von Athleten bewahren, dass Nationalteams nicht mit externen Athleten aufgefüllt würden. Die elf Sportlerinnen und Sportler könnten trotz des Verbotes bei Ein-Tages-Meetings und Straßenrennen starten und in der Türkei leben und trainieren, hieß es weiter.

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