Scharfe Anklage
Papst: Welt wird von „Handvoll Tyrannen zerstört“
Im Zuge seines Besuches in Kamerun hat Papst Leo XIV. am Donnerstag scharfe Kritik an Staats- und Regierungschefs geübt, die Milliarden für Kriege ausgeben. Die Welt werde „von einer Handvoll Tyrannen verwüstet“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche, laut dem Sender BBC.
In der seit Jahren von gewaltsamen Konflikten heimgesuchten Nordwest-Region Kameruns sagte der Papst der katholische Presseagentur Kathpress zufolge am Donnerstag: „Selig sind die Friedensstifter! Wehe jedoch denen, die die Religionen und selbst den Namen Gottes für ihre militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zwecke verbiegen und damit das Heilige in Schmutz und Finsternis ziehen!“
Scharfe Kritik an Kriegsherren
Bei einer Rede in Kamerun kritisierte der Papst Politiker, die „die Augen davor verschließen, dass Milliarden von Dollar für Tod und Zerstörung ausgegeben werden, während die für Heilung, Bildung und Wiederaufbau benötigten Mittel nirgends zu finden sind“.
„Die Kriegsherren tun so, als wüssten sie nicht, dass es nur einen Augenblick dauert, etwas zu zerstören, während oft ein ganzes Leben nicht ausreicht, um es wieder aufzubauen“, sagte er laut Angaben der BBC.
Öffentlichkeitswirksamer Streit mit Trump
Die Äußerungen des Pontifex, der derzeit auf einer elftägigen Reise durch Afrika ist, kommen nur wenige Tage nach einem öffentlichkeitswirksamen Streit mit US-Präsident Donald Trump, der einen langen Angriff auf den Papst gepostet hatte, der ein lautstarker Kritiker der US-amerikanischen und israelischen Militäroperation im Iran ist.
Der Papst hatte seine Besorgnis über Trumps Drohung geäußert, dass „eine ganze Zivilisation sterben wird“, sollte der Iran den Forderungen der USA nach Beendigung des Krieges und der Öffnung der Straße von Hormus nicht zustimmen.
Verbale Angriffe von US-Präsident auf Papst
Den Appell von Leo XIV. für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt hat der mächtige Mann im Weißen Haus offenbar als persönlichen Angriff auf seine Außenpolitik gewertet. Seitdem führt Trump einen verbalen Angriff nach dem anderen auf den Pontifex.
„Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den vergangenen zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, unbewaffnete Demonstranten getötet hat?“, schrieb der US-Präsident etwa am späten Dienstag auf seiner Plattform Truth Social. Es sei „absolut inakzeptabel“, dass der Iran über eine Atombombe verfüge, so Trump weiter.
Pontifex verurteilte Trump-Drohungen
Am Sonntag hatte der Ponitfex bei einem Friedensgebet im Petersdom in Rom mit eindringlichen Worten ein Ende von Kriegen. Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen Trumps gegen den Iran verurteilte Leo – der erste Papst aus den USA – ungewöhnlich scharf und nannte sie „wirklich inakzeptabel“.









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