05.07.2007 14:47 |

Dolce fahr niente

Hurra! Der 500er ist endlich da!

„Der Fiat 500 wird unser iPod sein." Fiat-Chef Sergio Marchionne hat viel vor mit dem Nachfolger des legendären Fiat 500, der mit einer Riesenparty präsentiert wurde - pünktlich zum 50. Geburtstag der weltberühmten "Knutschkugel". "Ich möchte, dass Fiat wie Apple bei den Computern wird.“ Wenn man sich die ersten Fahrzeuge und das Konzept dahinter ansieht, dürfte auch die 500-Neuauflage ein gewisses legendäres Potential haben.

Fast 20 Jahre lang, von 1957 bis 1976, ging der berühmte Wagen insgesamt 3,8 Millionen Mal vom Band und war lange Zeit das Auto für Jedermann in Italien - Symbol des Wirtschaftswunders "alla Italiana". Der "Neue" ist mit einer Länge von 3,55 Metern und einer Breite von 1,65 Metern auch nur unwesentlich größer als der "Alte". Allerdings ist er mit seinen rund 100 PS etwas schneller als der weltbekannte "Teddybär": Der erste Cinquecento hatte gerade einmal 13 PS. 

Experten meinen, der Erfolg sei vorprogrammiert: "Es ist zu befürchten, dass der neue 500 den Smart vom italienischen Markt verdrängen wird", sagte Christoph Stürmer, Autoexperte beim Wirtschaftsforschungsinstitut Global Insight, der Financial Times Deutschland. Gebaut wird der Cinquecento zusammen mit Fords neuem Ka in Polen. 

Extrem umweltfreundlich
„Es ist das erste Mal, dass ein Automobil mit einem Motorenangebot (1.2 69 PS, 1.3 Multijet 75 PS mit DPF und 1.4 16v 100 PS) aufwartet, das sich anschickt, die durch die künftige Abgasnorm Euro 5 festgelegten Grenzwerte einzuhalten, lange bevor diese tatsächlich in Kraft tritt (voraussichtlich im Jahr 2009)“, ist man bei Fiat stolz. Maximal 180 km/h wird das Topmodell schnell sein. Eine Abarth-Version ist aber schon in Planung, und die wird es richtig krachen lassen. 

Sicherheits-Streber
In Sachen Sicherheit haben die Italiener gewaltig Gas gegeben. Der 500 soll als erster Kompaktwagen fünf Sterne in den EuroNCAP-Crashtests erringen. Und nicht nur das. Er soll sogar für die Herausforderung der sechs Sterne gerüstet sein, sollte dieses neue Rating Gültigkeit erlangen. 

Serienmäßig sind sieben Airbags an Bord (einschließlich Knieairbag, den der Fiat 500 als einziger unter den Kompaktwagen bereithält), ESP ist in der 100-PS-Version serienmäßig, sonst optional erhältlich. 

Die Varianten sind schon beinahe unzählig: vier Ausstattungsvarianten, drei verfügbare Motorausstattungen bei der Markteinführung, zwölf Farben, davon sechs Vintage-Töne, die die fünfziger und sechziger Jahre wieder aufleben lassen, und das dreilagige Weiß als Ergebnis eines Lackierprozesses, der für gewöhnlich nur für die Supercars aufgewendet wird, 15 Innenausstattungen einschließlich der edlen Polsterbezüge aus Cordura und Leder der Marke Frau. Und neun Felgenausführungen. Dazu kommen – damit die Zahl richtig beeindruckend aussieht - 19 verschiedene Sticker, woraus sich weit mehr als 500.000 Varianten ergeben.  

„Inklusives Konzept“
Noch individueller wird die Sache durch 100 Original-Zubehörteile, die eigens für den Fiat 500 entworfen wurden: etwa der elektrische „Duftverteiler“, für den drei verschiedene Duftstoffe bereitgehalten werden; oder auch farbige Schlüssel-Covers passend zur Außenfarbe des Autos. Es gibt auch eine Halterung für den iPod samt Stecker. Bei Fiat spricht man von einem inklusiven Konzept anstelle eines exklusives. Die Turiner wollen jeden potentiellen Kunden erreichen, vom minimalistischsten bis zum exzentrischsten.  

Bei uns steht der 500er ab Herbst bei den Händlern.

Dienstag, 11. Mai 2021
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