Von wegen gratis

Garantiebedingungen bergen oft Kostenfallen

Motor
16.04.2007 16:53
Fünf oder sogar sieben Jahre Garantie – die Autohändler überschlagen sich derzeit mit ihren Angeboten. "Die Garantiebedingungen sind im Grunde ein Werbeangebot, das der Hersteller gestalten kann, wie er will. Deshalb ist es wichtig, vor dem Autokauf die Garantiebedingungen genau durchzulesen, um sich zusätzliche Kosten zu ersparen und vor bösen Überraschungen gefeit zu sein", erklärt ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka.

Eine Reparatur im Garantiefall ist nämlich meist an Bedingungen geknüpft. Zum Beispiel ein regelmäßiges Service nur mit Originalersatzteilen und in einer bestimmten Werkstätte. "Die Bindung an eine Markenwerkstätte im Garantiezeitraum ist EU-rechtlich zumindest bedenklich", sagt Zelenka. 

Außerdem werden manche Fahrzeugteile häufig von der Garantie ausgeschlossen. "Zusätzlich betreffen viele Garantien nur einen Teil der Kosten, die bei der Mängelbehebung entstehen. Manchmal muss der Käufer für Arbeitszeit oder die Versandspesen selbst aufkommen. Das kann in Summe ganz schön ins Geld gehen", so die ÖAMTC-Juristin. Auf jeden Fall lohnt es sich, die Hersteller-Garantien zu vergleichen und vor dem Fahrzeugkauf auch das Garantieheft unter die Lupe zu nehmen. 

Darauf muss man bei der Gewährleistung achten 
Im Gegensatz zur Garantie ist die Gewährleistung gesetzlich festgeschrieben. Sie soll den Konsumenten die Sicherheit geben, dass der Händler das Auto fehlerfrei übergibt. Treten trotzdem Mängel auf, kann sich der Kunde zwei Jahre lang an den Verkäufer wenden. Trotzdem heißt es auch hier auf der Hut zu sein: 

  • Tritt ein Mangel erst sechs Monaten nach dem Kauf auf, muss der Käufer und nicht mehr der Händler beweisen, ob der Mangel schon ursprünglich bestand. 
  • Bei der Gewährleistung ist nur der Händler Ansprechpartner. Bei der Garantie stehen den Kunden alle Vertragspartner einer Marke und der Hersteller zur Verfügung. 
  • Probleme kann es bei einem Konkurs oder der Betriebsauflösung des Verkäufers geben. Die Autohersteller müssen zwar dafür sorgen, dass die Konsumenten bei anderen Vertragshändlern zu ihrem Recht kommen. "Allerdings kann sich der andere Vertragshändler weigern, die Reparaturarbeiten zu übernehmen", sagt Zelenka.
Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Motor
16.04.2007 16:53
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
KMM
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung