10.04.2007 15:51 |

Hauben-Küche

BMW M3 Coupé: Mit Haube auf der Haube

Häppchenweise wirft BMW seinen Jüngern die Bröckchen hin, erst die M3-Studie, dann der M3-Motor - die Zähne wurden immer länger, die Spannung stieg. Wird der echte M3 sein wie die vorgestellte Studie? Kurz vor der Unerträglichkeit hat man in München ein Einsehen: Hier sind die ersten Fotos des echten neuen BMW M3, dem stärksten Serien-Dreier aller Zeiten!

Halbstark sieht er aus, mit seiner aufgeworfenen Motorhaube. Doch wer an dieser Stelle über den V8-Motor des M3 gelesen hat, weiß, er ist nicht halb-, sondern ganz stark (siehe Linkbox). 420 PS, zum ersten Mal acht Zylinder, 400 Nm und eine Maximaldrehzahl von 8.400 U/min., das sind die Zahlen, aus denen die Träume sind.

Aller guten Dingen sind Dreier
Die Kraft wird über ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe mit integrierter, temperaturabhängig geregelter Ölkühlung auf die Hinterräder übertragen. Die 265/40er-Walzen (vorne 245er) bekommen damit einiges zu tun. Optional gibt es „MDrive“ zum Einstellen und Abrufen der fahrerspezifischen Konfiguration von Motorkennlinie, Fahrwerk- (Normal, Sport, Komfort) und DSC-Einstellung sowie der Servotronic-Kennlinie (Normal, Sport) als zusätzliche Option. Das Fahrwerk ist fast komplett neu entwickelt und dank der Verwendung von Leichtmetall besonders leicht.  

Alles neu am M3
Was auf den ersten Blick aussieht wie ein aufgemotztes Dreier-Coupé, ist tatsächlich ein fast komplett neues Auto. Neben der tragenden Fahrzeugstruktur stammen karosserieseitig nur die beiden Türen, der Kofferraumdeckel, die Scheiben sowie die Front- und Heckleuchten vom Coupé der 3er Baureihe. Alle weiteren Komponenten wurden speziell für den neuen BMW M3 konstruiert.  

Charakteristisch sind neben der Motorhaube mit dem ausgeprägten Powerdome und den beiden Öffnungen auch die spezielle Gestaltung von Front- und Heckschürze, die so genannten Kiemen in den vorderen Seitenwänden, die Seitenschweller, das in Kohlefaser-Sichtoptik ausgeführte Dach sowie die Stelzen-Außenspiegel. Vorne saugen drei Lufteinlässe unterhalb des Kühlergrills Luft ein (Nebelscheinwerfer fallen daher aus), hinten stecken vier Auspuffendrohre in einem Diffusor. 

Wer fahren kann, beschleunigt dieses Technik-Paket in 4,8 Sekunden auf 100, serienmäßig ist der M3 nicht zu überreden, schneller als 250 km/h (abgeregelt) zu fahren. Der Durchschnittsverbrauch im EU-Testzyklus beträgt übrigens 12,4 Liter auf 100 Kilometer; angesichts des zu erwartenden Fahrspaßes dürfte dieser Wert aber nur für Statistiker interessant sein.

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