Nicht sexy, aber...

…begehrenswert: VW Golf Variant

Motor
14.01.2009 13:18
Sexy ist ein Golf Variant natürlich nicht, besonders von hinten. Aber für ein schnelles Abenteuer ist er ohnehin nicht der Richtige (außer man nutzt den großen Laderaum), und für eine Ehefrau zählen andere Kriterien als eine heiße Figur in Spitzenwäsche. Im Test überzeugt der kleine Bruder des Passat in der Sportline-Version mit 140-PS-Diesel als Partner für eine dauerhafte Beziehung.

Der Golf Variant kann alles, was ein Familienkombi können muss. Angesichts seiner Größe ist er ein echter Lademeister. Dank serienmäßigem Gepäcknetz ab Comfortline nimmt der Golf Variant selbst mit fünf Personen an Bord bis zu 690 Liter Gepäck auf. Sobald die Rücksitzbank umgeklappt wird, können maximal 1.550 Liter Ladevolumen im 4,55 Meter langen Volkswagen verstaut werden, die Ladefläche ist 1,74 Meter lang. Darunter ist auch noch ein Extraf(l)ach.

Der Innenraum ist komfortabel, die Bedienung VW-typisch übersichtlich. Alles, was man etwa von einem Passat erwartet, kann der Golf auch, wenn man es ordert oder die entsprechende Ausstattungsvariante wählt. Von der 2-Zonen-Klimaanlage über ein sympathisches DVD-Navigationssystem (leider nicht mit extra Laufwerk) bis zum Tempomat geht alles, und es fühlt sich auch alles wertig an. Zur Sicherheit hat er sechs oder acht Airbags.

Entspannung beginnt im Auto
Da gibt es nichts, was nervt. Golf Variant heißt einsteigen und alles zu seiner Zufriedenheit vorfinden, satter Türsound inklusive. Solide und unauffällig im allerbesten Sinne. Der Testwagen glänzt sogar mit einem großen Panorama-Glasdach mit intelligenter Öffnungselektrik, viel Licht, viel Luft und dennoch genügend Kopffreiheit für den Fahrer (das ist nicht bei allen Autos mit Glasdach so).

Der 2-Liter-Pumpe-Düse-Diesel mit 140 PS bewegt den Golf zügig und druckvoll, wenn er auch unter knapp 2.000 U/min. gerne etwas besser drauf sein dürfte. Darüber verleiht das Drehmoment von 320 Nm dem Fahren etwas Souveränes. 9,8 Sekunden dauert der Standardsprint auf 100, 205 km/h Spitze sind drin.

Klar, dem Nachbarn würde man gerne ein schöneres, größeres, teureres Auto präsentieren (Grundpreis knapp 20.000 Euro, Testwagen mit Extras 33.700), das Neidgefühle weckt und die Menschen zu einem aufblicken lässt. Aber es ist wie in einer langjährigen Ehe: Dass der Nachbar auf die Gattin steht, tut einfach nichts zur Sache.

Stephan Schätzl

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Motor
14.01.2009 13:18
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
KMM
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung