Mit 14 Angestellten

Traditions-Wirtshaus schlittert in Millionenpleite

Tirol
10.06.2026 12:45

Einmal mehr schlechte Nachrichten aus der Tiroler Gastro-Szene: Ein bekanntes Traditions-Wirtshaus in Osttirol schlitterte in die Pleite. Die Schulden sollen mehr als eine Million Euro betragen. Am Landesgericht wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. 14 Mitarbeiter sind betroffen.

Über das Vermögen der Firma „KiWi GmbH“ mit Sitz in Lienz sei ein Insolvenzverfahren am Landesgericht Innsbruck eröffnet worden, berichtete der Kreditschutzverband von 1870. Betrieben werde der Gasthof „Kirchenwirt“. Man habe den Betrieb aus der HB-Bau GmbH per 29. Jänner 2013 übernommen. Die Gewerbeberechtigung bestehe seit Februar 2013.

Gläubiger stellte den Antrag
Das Unternehmen beschäftige 14 Mitarbeiter. Der Antrag auf Eröffnung der Insolvenz sei laut Kreditschutzverband von einem Gläubiger bei Gericht eingebracht worden.

Wasserschaden kam teuer
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gab Details zur Insolvenzursache bekannt: „Die Schuldnerin gibt an, im Herbst 2024 von einem Wasserschaden betroffen gewesen zu sein, der einen Sanierungsaufwand von rund einer Viertelmillion Euro mit sich brachte. Dadurch kam sie bei der Bezahlung anderer Forderungen nicht mehr nach.“

Die Höhe der aushaftenden Verbindlichkeiten würden sich laut Eigenangabe der Schuldnerin auf rund 1,03 Millionen Euro belaufen, ergänzt der KSV.

Zitat Icon

Die Schuldnerin hat in ihrer Einvernahme angegeben, dass sie derzeit um einen Verkauf ihres Betriebs bemüht ist.

Alpenländischer Kreditorenverband

Wie geht es jetzt weiter?
Beide Gläubigerschutzverbände betonten, dass die Insolvenzverwaltung nun zeitnah zu entscheiden habe, ob eine Fortführung des Unternehmens ohne weitere Nachteile für die Gläubiger möglich ist.

„Die Schuldnerin hat in ihrer Einvernahme angegeben, dass sie derzeit um einen Verkauf ihres Betriebs bemüht ist“, erklärte der AKV.

Bereits Ende Mai hatte es einen Paukenschlag in der Tiroler Gastronomie-Szene gegeben! Das Traditionsgasthaus „Geisterburg“ in Hall (Bezirk Innsbruck-Land) war in die Pleite geschlittert – am Gericht wurde ein Insolvenzverfahren auf Eigenantrag eröffnet. Nach 40 Jahren hat das Gasthaus seinen Betrieb eingestellt. 22 Mitarbeiter waren betroffen.

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