Gefährlich

Chrysler Voyager fällt im Crashtest durch

Motor
31.01.2007 13:30
Der neue Chrysler Voyager ist im aktuellen Crashtest des ÖAMTC mit Pauken und Trompeten durchgefallen. Im Brustbereich traten bei einem Frontalen mit 64 km/h lebensgefährliche Belastungen auf. Ebenso gefährlich ist der Chevrolet Aveo. Neun Fahrzeuge hat der Autofahrerclub zu Schrott gefahren: Drei Vans, drei Geländewagen und drei Kompakte.

Bei Crashtests werden die Fahrzeuge immer in ihrer Mindeststandard-Ausführung getestet. Bei Chrysler war das das rechtsgelenkte britische Modell. Parallel dazu wurde ein weiterer Test mit dem für "Rest-Europa" üblichen linksgelenkten Fahrzeug, das zusätzlich mit einem Fahrer-Knieairbag ausgestattet ist, durchgeführt. "Hier erreichte der Chrysler mit neun Punkten im Frontcrash zwar ein besseres Resultat als das britische Modell mit drei Punkten. Trotzdem ist das Ergebnis für einen Neuwagen eine Katastrophe", kritisiert ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. Positiv zu werten, ist, dass Kinder gut gesichert sind: In dieser Testklasse erhält Chrysler sogar vier Sterne. In der Kategorie Fußgängerschutz fällt Chrysler mit null Punkten aber ebenfalls durch. 

Glatt durchgefallen mit ebenso miserablen Werten im Frontcrash ist in der Kompaktklasse der Chevrolet Aveo. Auch dem "Chevy" wurde wegen seiner kritischen Werte der dritte Stern gestrichen. Weit mehr Sicherheit bietet der neue Geländewagen von Chevrolet. Der Captiva überzeugt bei der Insassensicherheit mit vier Sternen, höhere Belastungen gab es im Bereich Oberschenkel und Knie. 

Volvo glänzt im Test
Mit fünf Sternen bei der Insassensicherheit glänzt der neue Volvo C30, gute Werte erreicht der Schwede auch in der Kategorie Kindersicherheit. Abzüge gibt es beim Fußgängerschutz: "Die steife Motorhaubenkante bietet für Fußgänger ein zusätzliches Gefahrenpotenzial bei einem Zusammenstoß. Daher gibt es nur einen Stern in dieser Testklasse." Der neue VW Eos Cabrio liegt mit vier Sternen ebenfalls gut im Rennen. Abzüge gibt es auch für VW wegen harter Strukturen im Armaturenbereich.

Das Urteil des Experten
Neue Fahrzeuge erfüllen die Anforderungen an die Insassensicherheit immer besser. Vier- und Fünfsternautos bietet nahezu jeder Hersteller. "Die aktuelle Crashtest-Serie beweist aber, dass einige Autobauer noch Defizite aufzuholen haben, um an geforderte Sicherheitsstandards anknüpfen zu können", urteilt Max Lang. Auch bei den Fahrzeugfronten gibt es für Fahrzeughersteller noch jede Menge zu tun. "Drei Sterne beim Fußgängerschutz sind für Neuwagen möglich. Davon sind einige aber noch Galaxien entfernt."  

Die Ergebnisse der neun Fahrzeuge im Detail 

Vans (Fahrer- und Beifahrschutz/ Kindersicherheit/ Fußgängerschutz):

  • Chrysler Voyager (2 Sterne/4 Sterne/0 Sterne)
  • Ford Galaxy (5 Sterne/4 Sterne/2 Sterne)
  • Kia Carnival (4 Sterne/3 Sterne/1 Stern)

Kompaktklasse (Fahrer- und Beifahrschutz/ Kindersicherheit/ Fußgängerschutz):

  • Volvo C30 (5 Sterne/4 Sterne/1 Stern)
  • VW Eos (4 Sterne/4 Sterne/2 Sterne)
  • Chevrolet Aveo (2 Sterne/3 Sterne/3 Sterne)

Geländewagen (Fahrer- und Beifahrschutz/ Kindersicherheit/ Fußgängerschutz):

  • Chevrolet Captiva (4 Sterne/3 Sterne/2 Sterne)
  • Land Rover Discovery III (4 Sterne/4 Sterne/1 Stern)
  • Nissan Pathfinder (4 Sterne/3 Sterne/2 Sterne)

 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Motor
31.01.2007 13:30
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
KMM
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung