Spektakel am Himmel
Grüner Feuerball rast über aktiven Vulkan hinweg
Eine spektakuläre Aufnahme vom Mayon-Vulkan auf den Philippinen sorgt derzeit weltweit für Aufsehen (siehe Posting unten). Was zunächst wie ein Meteoriteneinschlag auf den Vulkan wirkte, entpuppte sich als seltenes Zusammentreffen zweier unabhängiger Naturphänomene.
Am Montag um 22.33 Uhr Ortszeit (16.33 Uhr MESZ) zeichnete eine Überwachungskamera des Philippine Institute of Volcanology and Seismology (PHIVOLCS) auf dem Ligñon Hill in Legazpi City in der Provinz Albay einen hellen Meteor auf. Der leuchtend grüne Feuerball erschien über ,beziehungsweise hinter, dem Mayon-Vulkan und zog mit einer hellen Spur über die nördlichen Hänge hinweg, bevor er mit einem intensiven Lichtblitz verschwand.
Die dramatischen Bilder wurden zusätzlich durch die anhaltende Aktivität des Vulkans verstärkt. Aufnahmen zeigten sichtbare Lavaflüsse und Glutwolken rund um den berühmten Mayon, der wegen seinertypischen Form auch als „perfekter Kegel“ bekannt ist.
Kein Einschlag auf dem Vulkan
Zunächst hatten Wissenschaftler vermutet, dass der Meteor auf der Nordseite des Vulkans eingeschlagen sein könnte. Nach einer genaueren Auswertung von seismischen Daten, Infraschall-Messungen und weiteren Kameraaufnahmen stellte PHIVOLCS jedoch klar, dass der Himmelskörper bereits in der Atmosphäre zerfiel.
Demnach gab es weder seismische Signale noch Infraschall-Hinweise auf einen Einschlag im Bereich des Vulkans. Auch Schäden oder Auswirkungen auf die vulkanische Aktivität wurden nicht gemeldet.
Warum der Feuerball grün leuchtete
Die auffällige grüne Farbe des Meteors ist laut Experten typisch für bestimmte Metallbestandteile. Beim Eintritt in die Atmosphäre verdampfen unter anderem Magnesium oder Nickel, wodurch das intensive grüne Leuchten entsteht.
Auch die philippinische Raumfahrtbehörde PhilSA bestätigte, dass es sich um einen Meteor handelte, der beim Eintritt in die Atmosphäre eine helle Leuchterscheinung erzeugte. Eine genaue Rekonstruktion der Flugbahn sei allerdings schwierig, da keine großflächigen Beobachtungsdaten vorlägen.
Mayon bleibt hochaktiv
Der Mayon-Vulkan stand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme unter Alarmstufe 3, was auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer gefährlichen Eruption hinweist. Seit Beginn der aktuellen Eruptionsphase Anfang 2026 kommt es dort immer wieder zu Steinschlägen, vulkanischen Erdbeben und gelegentlichen pyroklastischen Strömen.
Der Sperrradius von sechs Kilometern rund um den Krater blieb weiterhin aufrecht.








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