Fr, 14. Dezember 2018

Eklat um F-35

28.11.2017 12:56

Norwegens Kampfjets senden Flugdaten in die USA

Das dürfte sich die Königliche Norwegische Luftwaffe anders vorgestellt haben, als sie beim US-Rüstungskonzern Lockheed-Martin 40 Mehrzweckkampfflugzeuge vom Typ F-35 bestellt hat: Der Jet schickt ungefragt Daten an den Hersteller - sogar solche, die sensibel sind. Das zeigte sich nach der Analyse der IT-Systeme der ersten drei gelieferten Jets durch norwegische Techniker. Die Norweger fordern nun, dass der Hersteller nachbessert.

US-Konzerne wie Lockheed-Martin beliefern nicht nur die US-Armee, sondern auch viele befreundete Staaten auf der ganzen Welt mit Kampfflugzeugen. Die neueste Hightech-Waffe aus den Lockheed-Werken wird neben den USA etwa auch in Australien, Dänemark, den Niederlanden, Italien, Großbritannien, Japan und Israel eingesetzt. Und eben auch in Norwegen, wo nun der für ein Kampfflugzeug ungewöhnlich große Mitteilungsdrang der F-35 entdeckt wurde.

Jet schickt nach Einsätzen Daten an den Hersteller
Wie die Online-Zeitung "ABC Nyheter" berichtet, entdeckten die norwegischen Techniker, dass der 90-Millionen-Dollar-Jet nach seinen Einsätzen stets Lockheed-Server in den USA kontaktierte und Daten dorthin übertrug. Neben technischen Daten sollen darunter auch Informationen gewesen sein, aus denen sich Rückschlüsse auf die Einsätze des Kampfflugzeuges ziehen lassen. Selbst, wenn die Daten in einem befreundeten Staat landen: Den Norwegern wäre es lieber, sie würden ihr Staatsgebiet gar nicht verlassen.

Das norwegische Verteidigungsministerium fordert nun Nachbesserungen von Lockheed-Martin. Konkret schlagen die Norweger einen Filter im Wartungscomputer vor, mit dem F-35-Benutzer außerhalb der USA einstellen können, dass die Wartungsdaten nicht an den Hersteller geschickt werden, sondern an Wartungslabore im Einsatzland. Man könne sich vorstellen, ein solches Labor gemeinsam mit den Italienern zu betreiben. Man glaube außerdem angesichts eines Auftragsvolumens von 8,3 Milliarden Dollar, dieses Entgegenkommen seitens des Herstellers erwarten zu können.

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