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24.11.2017 09:27

Black Friday: Acht Tipps für die Schnäppchenjagd

Sneakers zum halben Preis, das neue Smartphone Hundert Euro günstiger und Parfüm mit neunzig Prozent Rabatt - wer auf der Suche nach einem echten Schnäppchen ist, kann am Black Friday Glück haben. Wie jedes Jahr senken am 24. November wieder viele Online-Shops ihre Preise für vier Tage und werben mit Rabatten von bis zu neunzig Prozent. Doch Verbraucher sollten skeptisch sein, um leeren Werbeversprechen nicht auf den Leim zu gehen. Welche Gefahren im Rabattdschungel lauern und wie Verbraucher das für sie beste Angebot finden, erklärt das Verbraucherforum Preisjaeger.at.

1. Legen Sie fest, was sie kaufen und wie viel sie ausgeben möchten
Der Black Friday ist vor allem eines: eine riesige Werbeschlacht. Hunderte Online-Shops und lokale Händler reduzieren ab dem 24. November ihre Preise für Tausende Produkte. Da ist die Verlockung groß, zu viel auszugeben. Um nicht in die Kaufrauschfalle zu tappen, sollten Sie sich vorher überlegen, welche Produkte Sie kaufen und wie viel Sie ausgeben möchten. Wie vor dem Einkauf im Supermarkt können Sie hierfür einen Einkaufszettel schreiben und sich an diesem orientieren.

2. Kaufen Sie rechtzeitig, aber überlegt ein
Schon in den Tagen vor dem Black Friday senken viele Händler ihre Preise. Bei Amazon beginnt die "Cyber Monday Woche" beispielsweise schon am 20. November. Um kein Angebot zu verpassen, sollten Sie deshalb schon vor dem eigentlichen Black Friday die Augen offenhalten. Lassen Sie sich aber nicht unter Druck setzen: Zwar behaupten Händler, viele Angebote seien "nur für kurze Zeit" oder nur "solange der Vorrat reicht" erhältlich. Das stimmt aber selten. Tatsächlich wiederholen sich viele Angebote. Zudem bieten meist mehrere Händler das gleiche Produkt zu ähnlichen Preisen an.

3. Vertrauen Sie nicht blind auf Rabattangaben
Mit bis zu neunzig Prozent Rabatt werben Händler am Black Friday. Glauben sollten Sie den vollmundigen Werbeversprechen jedoch nicht. Das Verbraucherforum Preisjäger beobachtet die Werbeaktionen seit Jahren und warnt: Viele Händler berechnen den Rabatt nicht ausgehend vom tatsächlichen Markt-, sondern vom oft deutlich höheren Unverbindlichen Verkaufspreis. Tatsächlich konnten Verbraucher in den letzten vier Jahren nicht achtzig, sondern im Schnitt nur 40,1 Prozent sparen.

4. Achten Sie auf das Kleingedruckte und auf Prüfsiegel
Der Black Friday ist ein dezentrales Event, bei dem Hunderte Online-Shops unabhängig voneinander mit Rabatten werben. Es kann sich deshalb lohnen, auch gezielt bei kleineren Händlern nach Angeboten zu suchen. Seien Sie bei Ihnen unbekannten Händlern aber skeptisch, um Betrügern nicht auf den Leim zu gehen. Fehlen das Impressum, Hinweise zum Datenschutz oder die Widerrufsbelehrung, sollten Sie lieber vom Kauf bei diesem Händler absehen. Siegel wie das von "Trusted Shops" bieten hingegen einen guten Hinweis auf die Seriosität eines Online-Shops.

5. Rechnen Sie auch mit "versteckten Kosten"
Hohe Kosten für den Versand oder Umtausch können die ursprüngliche Ersparnis schnell aufsaugen. Vor dem Kauf sollten Sie deshalb genau prüfen, wie teuer der Versand ist und wer die Kosten trägt, wenn sie ein Produkt zurücksenden müssen. Die Versandkosten werden Ihnen während des Bestellprozesses angezeigt. Ob der Händler die Kosten für Retouren trägt, sehen Sie in der Widerrufsbelehrung. Diese ist meist unten auf der Seite verlinkt.

6. Zahlen Sie nicht per Überweisung
Die meisten Online-Shops bieten verschiedene Zahlmethoden an - von der Kreditkarte über die SEPA-Lastschrift bis hin zu PayPal oder der Zahlung per Überweisung. Von Letzterer sollten Sie aber vor allem bei Ihnen unbekannten Händlern absehen. Ist die Überweisung einmal erfolgt, kann sie nicht mehr rückgängig gemacht werden. Sicherer ist die Bezahlung per Kreditkarte, Lastschrift oder mit PayPal. PayPal bietet einen Käuferschutz an. Lastschriften können Sie innerhalb von acht Wochen widersprechen. Und auch bei der Kreditkarte können Sie Beträge zurückbuchen lassen.

7. Denken Sie bei Bestellungen im EU-Ausland an den Zoll
Vom Black Friday bis zum Cyber Monday (24. bis 27. November) reduzieren auch Händler in Ländern wie China, Kanada oder den USA ihre Preise. Je nach Wechselkurs können Sie dort auf den ersten Blick das ein oder andere Schnäppchen machen. Sie sollten aber bedenken, dass der Staat beim Import aus Nicht-EU-Ländern mitverdient. Sind die importierten Produkte in Summe teurer als 27 Euro, berechnet der Zoll eine Einfuhrumsatzsteuer. Diese beträgt 20 Prozent des Warenwerts. Um unnötige Gänge zum Zoll zu vermeiden, sollten Sie den Händler bitten, die Rechnung gut sichtbar außen am Paket anzubringen.

8. Machen Sie einen Einkaufsbummel durch die City
Der Black Friday fand im deutschsprachigen Raum in den ersten Jahren nach seiner Premiere im Jahr 2006 vor allem im Internet statt. Inzwischen folgen aber auch immer mehr klassische Händler dem Beispiel ihrer Konkurrenz aus dem Netz: In vielen Städten wie Salzburg und Wien haben sich Einzelhändler dieses Jahr anlässlich des Black Friday zu gemeinsamen Rabattaktionen verabredet. Ein Einkaufsbummel durch die Innenstadt kann sich für Sie so auszahlen.

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