Mit Wasser versorgt

Polizisten retteten Schafe vor dem Verdursten

Niederösterreich
25.06.2026 06:30

Fünf Tiere wurden in der größten Hitze tagelang ohne Futter und Wasser sich selbst überlassen. Sie wurden abgenommen und in Sicherheit gebracht. Der Halter wurde angezeigt.

Nicht nur bei Tierschützern hat das Schicksal von fünf Schafen im niederösterreichischen Bezirk Krems Entsetzen ausgelöst. Das Quintett befand sich auf einem schattenlosen Grundstück, das bereits vollständig abgeweidet war. Futter war praktisch keines mehr vorhanden, Wasser ebenfalls nicht. Die einzige Möglichkeit, der direkten Sonneneinstrahlung zu entgehen, war ein Pferdetransporter. Die Temperatur im Inneren: knapp 40 Grad!

Uneinsichtig und aggressiv
Besonders bemerkenswert: Die zuerst kontaktierte Polizeiinspektion hatte die Tiere mit Wasser versorgt. Die Beamten verhinderten damit wohl Schlimmeres. Über den Amtstierarzt wurde schließlich das Tierheim Krems kontaktiert. Als dessen Mitarbeiter eintrafen, befanden sich bereits mehrere Polizisten sowie ein Jurist vor Ort. Der Besitzer zeigte sich laut den Beteiligten uneinsichtig und aggressiv. Er wurde angezeigt.

„Vorbildlich gehandelt“
Schließlich gelang es, die Tiere möglichst stressfrei ins Tierheim Krems zu bringen. Dort konnten sich die Schafe, die in der Vergangenheit auch häufiger ausgebüxt sein sollen, zunächst auf einer schattigen Wiese erholen. Noch am selben Tag wurden sie an eine Pflegestelle weitervermittelt. „Wir möchten uns vor allem bei den Polizisten bedanken. Sie hätten sie schließlich nicht versorgen müssen und haben vorbildlich gehandelt“, lobt man im Tierheim die Uniformierten.

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