Sa, 21. Juli 2018

Passus eingeschleust

16.07.2017 11:29

AGB nicht gelesen - Tausende sollen WCs putzen

Lesen Sie das Kleingedruckte in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen genau durch, bevor Sie das Häkchen setzen? Vermutlich nicht. Ebenso wie Tausende, die sich mit einem WLAN-Hotspot des britischen Providers Purple verbanden - und zustimmten, 1000 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten.

In die Bedingungen, denen zugestimmt werden muss, bevor man das Gratis-WLAN nutzen darf, wurde folgender Passus eingeschleust: "Der User stimmt zu, im Ermessen von Purple, 1000 Stunden gemeinnütziger Arbeit zu leisten." Angeführt sind Arbeiten wie streunende Hunde und Katzen umarmen, Schneckenhäuschen bemalen oder Kaugummis von den Gehsteigen kratzen. Aber auch solche, die weniger angenehm sind: öffentliche Parks von tierischen Hinterlassenschaften befreien, händisch Abflussrohre reinigen oder bei örtlichen Festivals oder Veranstaltungen die mobilen Klos reinigen.

"Diesen Menschen würde ich gerne kennenlernen"
22.000 Menschen haben laut Purple den Bedingungen zugestimmt - nur einer Person ist es aufgefallen. Dies habe man anhand eines versteckten Gewinnspiels festgestellt. "Diesen Menschen würde ich gerne kennenlernen", sagte Purple-CEO Gavin Wheedon, der betont, dass es nicht das Ziel gewesen sei, seine Kunden vorzuführen, gegenüber CNet. "Unser Experiment zeigt, dass es so einfach passiert, ein Kästchen anzuklicken und etwas Unfairem zuzustimmen."

Wirklich Klos putzen oder Parks säubern müssen die User natürlich nicht. Man habe mit der Aktion einfach nur Aufmerksamkeit auf das Thema lenken wollen.

 krone.at
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