Mi, 12. Dezember 2018

Kniearthrose

09.07.2017 06:00

"Unglaublich, wie rasch ich aufstehen konnte!"

Das rechte Knie wollte sich Monika Langer unter keinen Umständen operieren lassen, da ihre Erfahrungen nach dem ersten Eingriff viel zu schmerzhaft waren. Die zweite Knieoperation der Niederösterreicherin verlief dank neuem Behandlungskonzept viel angenehmer.

Trotzdem wagte die 55-Jährige 19 Monate später wieder den Schritt, um ihre Arthrose auch im anderen, noch nicht ganz so geschädigten, Gelenk in den Griff zu bekommen. Acht Wochen ist das nun her und die Regeneration läuft diesmal viel besser. Monika Langer war bereits kurz nach dem Eingriff wieder auf den Beinen. Die Beschwerden hielten sich in Grenzen. "Relativ bald konnte ich alleine duschen. Jetzt bin ich häufig schon ohne Krücken unterwegs. Das hat natürlich auch mit der tollen Betreuung durch Prim. Junk-Jantsch und ihrem Team zu tun, für die ich mich gerne bedanken möchte", freut sich die sympathische Niederösterreicherin.

Beim neuen "EKH Rapid Recovery"-Behandlungskonzept, das am Evangelischen Krankenhaus in Wien angewendet wird, arbeiten alle medizinischen und therapeutischen Experten Hand in Hand. Bereits vor der Operation wird mit dem Patienten Anästhesie und Schmerzmanagement besprochen. "Direkt davor erhielt die Patientin vorbeugend schmerzstillende Medikamente", erklärt die Leiterin der Abteilung für Orthopädie und Rheumachirurgie Prim. Dr. Sabine Junk-Jantsch. "Beim Kniegelenksersatz legen wir zusätzlich noch während der Operation einen dünnen Schlauch in die Wunde ein. Über diesen gelangt aus einem tragbaren Pumpenballon Schmerzmittel langsam innerhalb der ersten zwei Folgetage direkt ins Gebiet des Eingriffs. So viel wie nötig, so wenig wie möglich, lautet das Motto."

Danach gehören physikalische Maßnahmen und regelmäßige Kontrollen zum Therapiekonzept. Frau Langer: "Eine Kniearthrose verringert die Lebensqualität schon enorm. Mein Ziel ist, dass ich ohne Beschwerden und Schmerztabletten gehen kann. Dafür mache ich regelmäßig Physiotherapie und täglich Heilgymnastik. Außerdem trainiere ich auf dem Heimtrainer." "Wer bereits vor dem Eingriff sportlich war, hat es danach natürlich leichter, wieder in den Alltag zurück zu kehren", ergänzt Prim. Junk-Jantsch. "Aber auch weniger aktive Menschen kommen mit unserer schonenden Methode schnell wieder auf die Beine."

"Ich habe nun noch einen Reha-Aufenthalt vor mir, dann freue ich mich, wenn ich normal arbeiten gehen kann", lacht die Patientin. "Es wäre auch nett, wieder einmal zu verreisen, was sich zuvor wegen der Knieprobleme nur äußerst unangenehm gestaltet hat. Und endlich ist es möglich, dass ich nun länger in der Küche stehen und Kuchen backen kann!"

Dr. Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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