Erneut Belastungsprobe

Nach Megastau rollt Rückreisewelle durch Tirol

Tirol
03.06.2026 18:00

Feiertage, verlängertes Wochenende und wohl auch die Demo auf der Tiroler Brennerautobahn sorgten doch noch für kleines Verkehrschaos. Und jetzt droht mit der Rückreisewelle bereits die nächste Belastungsprobe.

Die aufsehenerregende Demo auf der Brennerautobahn gegen den überbordenden Transitverkehr lockte am Samstag nicht nur 4500 Teilnehmer an, sondern sorgte im Vorfeld auch für Nervosität. Doch das befürchtete Stau-Chaos blieb aus. Im Gegenteil: Sogar vom „ruhigsten Tag des Jahres“ war die Rede. Und auch die Tage danach verliefen vergleichsweise recht ruhig.

Bis zu 15 Kilometer Stau
Mittwochfrüh dann aber für viele Pendler die böse Überraschung! Vor allem auf der Inntalautobahn war am Tag nach dem Feiertag in Italien und vor jenem in Österreich viel Geduld gefragt. Zahlreiche Lkw mühten sich in Kombination mit dem Reiseverkehr teilweise schon ab Brannenburg auf der deutschen A93 Stoßstange an Stoßstange Richtung Süden. „Es gab abschnittsweise bis zu 15 Kilometer Stau zwischen Kramsach und Zirl – und bis zu einer Stunde Zeitverlust“, schilderte Alexander Holzedl von der Asfinag und betonte: „Natürlich war auch viel Verkehr am Brenner.“

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Die Rückreisewelle sorgt in Tirol normalerweise nur bedingt für Probleme. Richtung Norden geht es meistens gut voran.

Enrico Leitgeb, Leiter der Tiroler Verkehrspolizei

Durch die Demo und die Feiertage habe eine Verlagerung des Transitverkehrs stattgefunden, erklärte Enrico Leitgeb, oberster Verkehrspolizist des Landes. „Ab 5 Uhr früh haben wir den Lkw-Verkehr bei Kufstein dosiert, ab 6.50 Uhr war auf der Brennerautobahn die Luegbrücke dann zweispurig befahrbar.“ Am späten Vormittag hat sich die Verkehrslage dann einigermaßen beruhigt. Kurz vor 11 Uhr betrug der Zeitverlust zwischen Vomp und Wattens laut Asfinag „nur“ mehr rund 20 Minuten.

Rückreisewelle wegen Ende der Pfingstferien
Und wie wird es in den kommenden Tagen auf Tirols Straßen aussehen? „Mit dem Ende der Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg wird am Wochenende der Rückreiseverkehr im Fokus stehen“, ist man bei der Asfinag überzeugt. Die Tiroler Polizei wird vor allem am Freitag den Verkehr genau unter die Lupe nehmen. „Und wir werden gegebenenfalls Maßnahmen setzen“, sagt Leitgeb, gibt aber vorsichtig Entwarnung, „Der Rückreiseverkehr sorgt erfahrungsgemäß nur bedingt für Probleme.“

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