XXL-Weltmeisterschaften wie in den USA, Kanada und Mexiko – oder Endrunden wie 2022 in superreichen Öl-Staaten wie Katar? Ist das die Zukunft für die größte, globale Veranstaltung der FIFA? Und welche Rolle kann das kleine Österreich bei dieser Entwicklung spielen? WM-Experte Heinz Palme hat klare Ansichten.
Bei Heinz Palme kann man davon ausgehen, dass er weiß, wovon er spricht. Der heute 67-jährige Steirer war seit 1990 bei bisher jeder (!) WM-Endrunde dabei. Nicht als Fan, versteht sich. „1990 war ich im österreichischen Team, 1994 dann als Pressechef der FIFA in San Francisco. Damals hab ich mir vom Sheriff die Sicherheitsorganisation erklären lassen“, lacht Palme, der vom Sicherheitsbeauftragten über den Special Advisor so gut wie jede Aufgabe bei den einzelnen Endrunden einmal innehatte. „2018 in Südafrika haben wir ein eigenes Programm für die Schulung der Mitarbeiter geschrieben.“ Das Highlight war zweifelsohne 2006, als Palme in Deutschland als Gesamtkoordinator an der Seite von Größen wie Franz Beckenbauer auftrat. Die deutsche „Bild“ bezeichnete Palme als „des Kaisers General“.
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