Neues Sparpaket, aber:

Steirische WKO will keine Mitarbeiter abbauen

Steiermark
03.06.2026 19:00

Nach der Ankündigung, dass die Bundes-WKO in Wien rund 200 Stellen abbauen muss, können die steirischen Angestellten aufatmen: Im umfassenden Sparpaket der Wirtschaftskammer Steiermark, das Ende Mai präsentiert wurde, ist vom Stellenabbau keine Rede. Dennoch sollen rund acht Millionen Euro eingespart werden.

Die geplanten Sparmaßnahmen der Wirtschaftskammer-Präsidentin Martha Schultz schlagen seit Dienstag hohe Wellen. Demnach soll bis Ende 2027 jede vierte Stelle in der Bundeskammer in Wien-Wieden abgebaut werden. 200 der 800 Mitarbeiter müssen um ihren Job bangen. Aber wie wirken sich die Einsparungen auf die steirische Kammer aus?

Die kurze Antwort: kaum. Denn die WKO Steiermark hat bereits in der vergangenen Woche ein umfassendes Sparpaket vorgestellt. Demzufolge sollen bis 2030 rund acht Millionen Euro eingespart werden. Das entspricht knapp zehn Prozent der laufenden Kosten. Im Gegenzug soll der Landesanteil der Kammerumlage zwei (KU2) schrittweise von 0,22 auf 0,18 Prozent abgesenkt werden. 

Keine Mitarbeiter gefährdet
Gelingen soll das steirische Sparpaket, indem „sämtliche Förderungen, Kooperationen, Subventionen und Unterstützungsleistungen organisationsübergreifend kritisch hinterfragt werden“, hieß es in der Aussendung der WKO Ende Mai. Außerdem werden strukturelle Anpassungen bei den Regional- und Servicestellen von der zuständigen Reformgruppe empfohlen. Hinzu kommt eine Erhöhung der Transparenzstandards. Das Ziel ist klar: eine gezielte Entlastung der Mitgliedsbetriebe, ohne damit die Leistungsfähigkeit der Wirtschaftskammer zu gefährden. Man möchte auch künftig zu den Top-3 der Landeskammern zählen, heißt es.

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Bei uns wurden bereits 2003 etwa ein Viertel der Mitarbeiter eingespart. Seither ist das Verhältnis von Mitarbeitern zu Mitgliedern höchst effizient.

WKO Steiermark

Steirische Mitarbeiter dürften nach derzeitigem Stand nicht gefährdet sein: „Bei uns gab es bereits 2003 ein intensives Programm, bei dem damals etwa ein Viertel der Mitarbeiter eingespart wurde. Seither ist das Verhältnis von Mitarbeitern zu Mitgliedern höchst effizient“, heißt es auf „Krone“-Nachfrage von der WKO. 

Neue Kammer-Direktorin
Wie berichtet, bekommt die steirische Kammer mit 1. Jänner 2027 eine neue Direktorin. Eva Liebmann, promovierte Betriebswirtin und international erfahrene Spitzenmanagerin, wechselt von Wien in die Steiermark und folgt auf Karl-Heinz Dernoscheg, der Ende 2026 in Pension geht. Auch Präsident Josef Herk, der im Vorjahr seinen 65. Geburtstag gefeiert hatte, wird nicht mehr die vollen fünf Jahre seiner Amtszeit ausschöpfen.

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