Mi, 20. März 2019
20.09.2016 10:14

Nächtlicher Einsatz:

Roboter stiehlt Räuber unbemerkt die Schrotflinte

Roboter nehmen in der täglichen Arbeit der US-Polizei einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Sie entschärfen Bomben, dringen zu verschanzten Verdächtigen vor - und entwaffnen sogar Schwerkriminelle. Den Beweis trat jetzt ein Polizeiroboter nahe Los Angeles an: Er schlich bei einem nächtlichen Einsatz unbemerkt an einen Flüchtigen heran und rollte mit dessen Waffe davon.

Ohne den Roboter wäre dieser Einsatz für die Cops aus Los Angeles definitiv gefährlicher gewesen: Wie das IT-Portal "The Register" unter Berufung auf die lokalen Behörden berichtet, war die Polizei auf der Jagd nach einem 52-jährigen Kalifornier, dem versuchter Mord, Raub, Vandalismus und schwere Drohung zur Last gelegt werden.

Bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei suchte der mit einer Schrotflinte bewaffnete Kriminelle Deckung in einer mit Stacheldraht gesicherten Erdmulde.

Verhandlungen scheiterten
Polizeihubschrauber kreisten über ihm, Streifenwagen brachten sich vor dem Verschanzten in Position. Damit der Einsatz nicht blutig ausgeht, begannen die Polizisten mit dem 52-Jährigen zu verhandeln. Die Cops rieten ihm, sich kampflos zu ergeben, doch der verschanzte Kriminelle weigerte sich.

Noch während die Polizei verhandelte, brachte ein Einsatzkommando den ferngesteuerten Roboter in Stellung. Er rollte lautlos an den Kriminellen heran - und übertrug mit seiner Kamera das Bild eines am Boden liegenden Mannes, der vorsichtig aus seiner Deckung blickt und seine Schrotflinte hinter sich abgelegt hat.

Roboter griff sich Schrotflinte, rollte davon
Das Steuerpersonal des Roboters fackelte nicht lang und griff mit dem Greifarm des Roboters nach der Schrotflinte. Nicht einmal jetzt bemerkte der Verdächtige, was hinter ihm passierte: Der Roboter zog mit der Waffe unbemerkt ab und lieferte sie beim Einsatzwagen ab. Nach getaner Arbeit näherte sich der Roboter wieder dem Verdächtigen, um den ihn umschließenden Stacheldraht aufzuschneiden.

Jetzt bemerkte der Kriminelle, was hinter ihm geschah und griff nach seiner Waffe. Erst als er ins Leere griff, realisierte er, was zuvor geschehen war. Der Verdächtige ergab sich, ließ sich widerstandslos in Gewahrsam nehmen.

Polizei ist begeistert von ihrem Roboter
Bei der Polizei in Los Angeles ist man begeistert von dem Einsatz. "Natürlich kann diese Methode nicht bei jedem Zwischenfall genutzt werden, trotzdem hat der Einsatz von Robotertechnologie in diesem Fall die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet", heißt es von der Polizei.

Und es ist nicht das erste Mal, dass ein Roboter in die Bresche springt, wenn Polizisten nur unter größter Gefahr vorrücken könnten: Das gleiche Robotermodell, das in Los Angeles den Kalifornier entwaffnete, kam auch vor rund zwei Monaten bei der Sprengung des Dallas-Heckenschützen zum Einsatz.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Klarer Erfolg
5:1-Sieg über Rumänien für U17-Team in EM-Quali
Fußball International
Vertrag bis 2022
Salzburg verlängert mit Super-Talent Szoboszlai
Fußball National
Zuwachs bei Vollzeit
Arbeitslosigkeit 2018 deutlich gesunken
Österreich
Musterlehrling-Affäre
Anschober und FPÖ schließen Vergleich
Oberösterreich
EM-Quali-Auftakt
Fodas Plan: So will der Teamchef die Polen knacken
Fußball International
Marketing-Offensive
Laudamotion heißt nur noch „Lauda“
Österreich
„Grindpatzen“, „Nazi“
Hofer macht Ernst gegen Hassposter: Erste Urteile
Österreich

Newsletter