Mi, 21. November 2018

Streit mit US-Fiskus

29.07.2016 09:28

Facebook droht Mega-Steuernachzahlung

Ein Streit mit der US-Steuerbehörde könnte Facebook nach eigenen Angaben Nachzahlungen von mehr als fünf Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) bringen. Es geht dabei um die Bewertung von Facebook-Teilen bei ihrer Verlagerung ins steuerlich günstigte Irland im Jahr 2010. Die Steuerbehörde IRS ist der Ansicht, dass der Wert dabei falsch angesetzt wurde.

Das soziale Netzwerk hatte 2010 sein Geschäft außerhalb Nordamerikas in Irland angesiedelt, wo die Steuerlast deutlich niedriger ist. Dabei gingen an die irische Tochter die entsprechenden Nutzerprofile. Es wurde aber auch die "Online-Plattform" übertragen, auf der die Nutzer kommunizieren. Außerdem wurde vereinbart, die Kosten der Entwicklung dieser Plattform zu teilen.

Es ist kein ungewöhnlicher Schritt, die Rechte an geistigem Eigentum nach Irland zu verlagern - dann kann dort ein Teil der weltweiten Einnahmen günstiger besteuert werden. Im Fall von Facebook kam die US-Steuerbehörde allerdings zu der Einschätzung, dass die Bewertung der verlagerten Bereiche "problematisch" gewesen sei. Facebook hatte eine Unternehmensberatung damit beauftragt, den Wert festzulegen.

Die IRS kündigte gegenüber Facebook zudem an, auch eine höhere Besteuerung in den Jahren nach 2010 anzustreben. Facebook werde dagegen vor das US-Steuergericht ziehen, teilte das soziale Netzwerk am späten Donnerstag mit. Setzt sich die Steuerbehörde durch, könnten sich die Nachzahlungen auf drei bis fünf Milliarden Dollar summieren, plus Zinsen und mögliche Strafen.

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