Mo, 17. Dezember 2018

Wettbewerb beseitigt

14.07.2016 12:12

Google: EU bekräftigt Verstoß gegen Kartellrecht

Google bekommt wegen seiner Marktmacht neuen Ärger mit den EU-Wettbewerbshütern und muss weiter eine Milliardenstrafe fürchten. Die Brüsseler Behörde hat am Donnerstag ein drittes Verfahren gegen den US-Internetriesen wegen dessen Praktiken bei der Suchmaschinenwerbung auf Internetseiten eröffnet.

Google missbrauche seine marktbeherrschende Stellung, indem Anbieter von Websites keine Werbung bei Suchmaschinen von Google-Rivalen schalten dürften. "Dies schränkt die Auswahl für die Verbraucher ein und verhindert Innovation", kritisierte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Die EU-Kommission bekräftigte zudem ihre Ansicht, dass der US-Konzern eigene Angebote bei der Platzierung von Werbung in seiner Suchmaschine bevorzuge. Es lägen zusätzliche Beweise vor, welche den Vorwurf der marktbeherrschenden Stellung untermauerten.

Wettbewerb "geschwächt oder sogar fast beseitigt"
Bereits im April des Jahres hatte die EU-Kommission Google einen Verstoß gegen das Kartellrecht vorgeworfen. Nun wurden zusätzliche Beweismittel und Daten vorgelegt, die die erste Schlussfolgerung der Brüsseler Behörde untermauerten, heißt es. Google habe durch sein Verhalten den Wettbewerb seiner nächsten Konkurrenten "geschwächt oder sogar fast beseitigt".

Der US-Internetriese hat nun acht Wochen Zeit, um zu den ergänzenden Vorwürfen der Kommission Stellung zu nehmen. Die Kommission hat ferner beschlossen, gegen die Google-Muttergesellschaft Alphabet ein Verfahren einzuleiten.

Google: "Förderlich für Konsumenten und Wettbewerb"
Google selbst teilte mit: "Wir sind davon überzeugt, dass unsere Innovationen und Produktverbesserungen nicht nur die Auswahlmöglichkeiten für europäische Konsumenten verbessert haben, sondern auch dem Wettbewerb förderlich sind. Wir werden die neuen Punkte der Kommission prüfen und darauf in den nächsten Wochen detailliert antworten."

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