Mi, 22. Mai 2019
06.01.2016 21:20

Den wollen wir!

BMW i8 Spyder dürfte kommen. Und trägt die Zukunft

Eine offene Version des BMW i8, das ist es, worauf Fans der bayerischen Marke warten. Auf der Unterhaltungselektronik-Messe CES steht nun wieder mal ein Prototyp, der die Hoffnung auf einen baldigen Serienstart nährt. Der soll aber vor allem zeigen, wie BMW das Auto künftig zu einem schlauen Begleiter machen will - mit neuen Bedienmöglichkeiten sowie Cloud-Diensten.

Man kann sie unheimlich oder unheimlich praktisch finden, die schöne neue Welt, die sich das "Internet der Dinge" nennt und bedeutet, dass sich immer mehr "Dinge" mit dem Internet und einander vernetzen können.

Mobilität der Zukunft beginnt, bevor man eingestiegen ist
Noch zu Hause, während sein Besitzer den ersten Kaffee trinkt, ist der Wagen schon behilflich: empfiehlt selbstständig Abfahrtszeiten zur Arbeit anhand von Wetter und Verkehrslage, rechnet aufgrund der Parkplatzkapazitäten einige Minuten mehr für die Suche ein oder wird - vernetzt mit einem Smart Home, also einem intelligenten Zuhause - schon einmal vorklimatisiert, wenn das Auto am üblichen Tagesablauf erkennt, dass es bald losgeht.

Weil das Auto mit Smartphone, Tablet und anderen Geräten über die Cloud verbunden ist, BMW nennt sie Open Mobility Cloud, kann der Wagen auch auf die dort hinterlegten Daten zurückgreifen. Zum Beispiel mit einer SMS, in der das Ziel genannt ist, die Navigation starten oder die Teilnehmer eines Meetings automatisch benachrichtigen, dass man sich verspäten wird.

Unter dem Stichwort BMW Connected haben die Münchner diese Funktionen zusammengefasst. "Die Welt unserer Kunden digitalisiert sich", sagt Thom Brenner, verantwortlich für Produkt und Entwicklung im Bereich der digitalen Dienste. Hier soll sich das Auto nahtlos einfügen, sich an Verhalten und Vorlieben seiner Nutzer anpassen. "Fahrspaß besteht in Zukunft aus mehr als fahren", ist sich Brenner sicher. Dabei ist die Zukunft nicht mehr weit entfernt: Noch in dieser Jahreshälfte sollen erste Funktionen für BMW-Kunden erhältlich sein.

Bildschirmbedienung ohne Berührung
Neben der virtuellen Welt, die dem Autofahrer mit Hilfe von Cloud-Diensten das Leben einfacher machen will, erleichtert eine neue Bedienung den Umgang mit der Technik. Nach der Gestensteuerung, die 2015 im BMW 7er debütierte, ist als nächster Entwicklungsschritt die Bedienung des Bildschirms per Geste vorgesehen - ohne ihn zu berühren.

Bei der neuen Ausbaustufe, Air Touch genannt, soll das Navigieren durch komplexere Menüs möglich sein. Infrarotsensoren, die hinter einer schwarzen Zierleiste in einem schmalen Band über die Breite des Armaturenträgers angebracht sind, erkennen die Hand, die wie ein Cursor auf dem riesigen Bildschirm navigiert. Die gewählte Schaltfläche wird optisch hervorgehoben und kann per Geste oder Knopfdruck der linken Hand am Lenkrad bestätigt werden. Um noch intuitiver zu sein, trifft das Connected-System anhand der Autofahrer-Vorlieben eine Vorauswahl an Funktionen und schlägt die naheliegenden vor.

Das rund 40 Zentimeter breite Panoramadisplay erstreckt sich fast über die gesamte Beifahrerseite. Solange der Fahrer am Lenkrad selbst aktiv ist, werden auf dem Bildschirm Informationen in reduziertem Umfang angezeigt, um die Ablenkung zu minimieren. Fährt das Konzeptfahrzeug BMW i Vision Future Interaction - so heißt auf der CES die offene Version des Hybrid-Sportwagens i8 - autonom, kann man das Telefongespräch beispielsweise von Audio- auf Video umstellen oder sich E-Mails anzeigen lassen.

"Wir sollten den i8 Spyder bald bauen!"
Das Auto als neuer bester Freund des Menschen könnte schon in wenigen Jahren Realität werden. Für den i8 Spyder rückt die Serienreife sogar noch schneller in den Vordergrund, zumindest wenn es nach dem Willen BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich geht: "Ich persönlich glaube, wir sollten dieses Auto so bald wie möglich bauen", sagte er in Las Vegas.

Aus dem Video-Archiv: BMW i8 - So fährt sich der bayrische Ufo-Sportler

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