Das Konzept sei "ein Format, in dem die Redakteure Themen definieren und dann mit Experten und möglichst prominenten Autoren Debatten anstoßen", sagte Tichy.
"Klartext" starte zunächst mit zwei Debatten pro Woche, dabei sollen jeweils ein Thema aus Industrie und Wirtschaft und ein Karriere-Thema angeschnitten werden, sagte Chefredakteurin Jennifer Lachman, die früher bei der "Financial Times Deutschland" war. So schrieb zum Start Deutsche-Post-Chef Frank Appel über die Lage in China. Xing-Mitglieder können mit Kommentaren oder eigenen Artikeln in die Diskussion einsteigen.
Xing will "Wirtschaft eine Stimme verleihen"
"Klartext" sei "eingebettet in eine Entwicklung, dass Netzwerk-Anbieter jetzt auch Inhalte-Anbieter werden", sagte Tichy. Man wolle aber kein klassisches Nachrichtenportal machen, sondern "der deutschen Wirtschaft eine Stimme zu verleihen". Ein ähnliches Konzept verfolgt auch der US-Rivale LinkedIn, der jüngst seine Autoren-Plattform "Pulse" auch auf Deutsch herausbrachte und dafür lokale Autoren gewann. Xings "Klartext" startet mit zunächst sieben Redakteuren und zusätzlichen freien Mitarbeitern.
Xing mit rund neun Millionen Mitgliedern im deutschsprachigen Raum gehört zum Medienkonzern Burda. Bei Karriere-Netzwerken können Nutzer Profile anlegen, ihren beruflichen Werdegang präsentieren, und nach neuen Jobs Ausschau halten. Zugleich bemühen sich die Anbieter, auch Kunden, die gerade keinen Wechsel des Arbeitgebers planen, mit weiteren Diensten auf der Plattform zu halten.
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