US-Präsident Donald Trump hat eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon angekündigt – und sparte dabei in gewohnter Manier nicht mit Selbstlob. Es sei ihm eine Ehre, den „bereits zehnten Krieg“ seiner Amtszeit zu beenden: „Lasst uns das machen!“
Die Waffen sollen laut Trump ab Donnerstagabend, 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit, für zehn Tage schweigen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Er habe zudem die Staatsführungen aus Israel und dem Libanon in das Weiße Haus eingeladen: „Beide Seiten wollen Frieden sehen und ich glaube, das wird passieren – und zwar schnell.“
Er habe ausgezeichnete Gespräche mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun – der zuvor Kontakte dementierte – und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu geführt. Trump erklärte außerdem, er habe Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio angewiesen, gemeinsam mit Israel und dem Libanon an einer dauerhaften Friedenslösung zu arbeiten.
Israel und der Libanon unterhalten bisher keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand. Seit Beginn des Kriegs Israels und der USA gegen den Iran Ende Februar hat die pro-iranische, libanesische Schiitenmiliz Hisbollah ihre Angriffe auf Israel wieder verstärkt. Israel flog daraufhin massive Luftangriffe auf Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze.
Die Hisbollah ist nicht nur eine Miliz, sondern als Partei auch ein maßgeblicher, politischer Faktor im Libanon. Die libanesische Regierung, die keine Partei in dem Krieg zwischen Israel und der Terrororganisation ist, will eine Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen.
Süd-Libanon als „Tötungszone“
„Ich habe angeordnet, dass das ganze Gebiet im Südlibanon bis zur Litani-Linie zu einer Tötungszone für Hisbollah-Terroristen wird“, sagte der israelische Generalstabschef Eyal Zamir noch am Mittwoch bei einem Truppenbesuch in dem Gebiet. „Wir rücken vor und treffen die Hisbollah und sie ziehen sich zurück“, fügte Zamir hinzu. Die israelische Armee habe seit dem Beginn des Einsatzes am 2. März „mehr als 1700“ Kämpfer getötet, die Hisbollah sei „geschwächt und im Libanon isoliert“.
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