Der verdächtige Attentäter von Linz soll kurz vor den Axthieben mit dem Opfer, einem Security-Mitarbeiter der Raiffeisen-Landesbank (RLB), wegen der Waffe im Rucksack in Streit geraten sein. Davor soll der Mühlviertler (30) damit im Linzer Umfeld auch schon ein Auto beschädigt haben.
Das Entsetzen über die blutige Axtattacke auf einen Security-Mitarbeiter der RLB OÖ am Mittwoch auf dem Südbahnhofmarkt in Linz war auch am Donnerstag noch groß und dort nach wie vor Tagesgespräch.
Dass der 40-jährige Sicherheitsmann bei dem Angriff nicht vor Ort starb, dürfte – wie berichtet – dem Gastronomen Gernot Landsfried (58) und dem Koch Demian Lindmayr (30) zu verdanken sein. Das lebensgefährlich verletzte Opfer wird weiter auf der Intensivstation des Kepler Uniklinikums Linz betreut.
Landsfried (oben) hatte den Attentäter, einen 30-Jährigen aus Ulrichsberg, mit einem Messer vertrieben, Lindmayr (unten) als Ersthelfer die blutenden Wunden gestillt. „Einen solchen Wahnsinn soll hoffentlich kein anderer mehr erleben müssen“, betont Lindmayr, der den Verdächtigen noch verfolgt und gesehen hatte, wie dieser die Tatwaffe wegwarf. Er informierte darüber auch die Polizei.
Manche der Standbesitzer fühlen sich nun nicht mehr so sicher wie zuvor. Marktreferent Martin Hajart (VP) kündigte deshalb an, dass die Polizei in den kommenden Tagen verstärkt am Südbahnhofmarkt präsent sein werde. Der Stadtvize kontaktierte auch die Krisenhilfe.
„Eine Gewalttat im öffentlichen Raum ist immer ein zutiefst tragisches Ereignis, auch für die vielen Menschen, die Augenzeugen wurden. Wenn belastende Bilder, Angst, innere Unruhe oder ein Gefühl der Unsicherheit anhalten, ist es wichtig, rasch Unterstützung anzunehmen“, sagt Katja Sieper, Leiterin der Krisenhilfe Oberösterreich. Betroffene können sich rund um die Uhr bei der Einrichtung melden.
Wie sich am Donnerstag herausstellte, dürfte es – laut Aussage des Verdächtigen – vor dem Angriff offenbar schon einen Kontakt zwischen Täter und Opfer gegeben haben. Der Polizei gegenüber erklärte der geständige Verdächtige, dass er zunächst die Bank aufgesucht und beim Verlassen des Geldinstitutes im Außenbereich von dem Security wegen seiner Axt im Rucksack gerügt worden sei.
Er sagt, er hat eine Wut gehabt und ihm war egal, was passiert. Gegen ihn wird nun wegen Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.

StA Florian Roitner
Bild: Jürgen Pachner
Daraufhin soll der Mühlviertler das Beil gezückt und damit auf den 40-jährigen Linzer gezielt haben. Dieser sei dann zum Markt geflüchtet, dort aber eingeholt worden. „Der Verdächtige sagt, er hat eine Wut gehabt und ihm war egal, was passiert“, bestätigt Florian Roitner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Linz. Zuvor soll der 30-Jährige mit der Axt bereits im Linzer Umfeld ein Auto beschädigt haben.
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