Kann Kabel trennen
China testet neues Werkzeug in der Tiefsee
Die zunehmenden Aktivitäten von chinesischen Forschungsschiffen im Südchinesischen Meer werden von den USA und ihren Verbündeten mit Argusaugen verfolgt. Denn unter dem Vorwand von Schlammuntersuchungen und Analysen der Auswirkungen des Klimawandels auf die Flora und Fauna wird der Meeresgrund genau kartiert und offenbar auch mit Sensoren versehen. Nun ist ein Werkzeug in 3500 Metern Tiefe getestet worden, welches sich auch zur Trennung von Unterseekabeln eignet.
Das Forschungsshiff Haiyang Dizhi 2 hat vor Kurzem Unterwassertechnologie erfolgreich getestet, die sich auch dazu eignet, Pipelines oder Kabel in 3500 Metern Tiefe zu durchtrennen. Offiziell soll der elektro-hydrostatische Aktuator – ein kompakter Antrieb, der Motor, Hydraulik und Steuerung vereint – beim Bau oder der Reparatur von Tiefsee-Pipelines für Öl und Gas verwendet werden, sobald die Serienproduktion beginnt, wie die Zeitung „South China Morning Post“ berichtet.
In den sozialen Medien fanden sich einige Aufnahmen von dem Forschungsschiff:
Die jüngsten Tests sind am Samstag abgeschlossen worden. Dabei konnte nicht nur eine neue Rekordtiefe, sondern auch eine neue Rekordzeit bei der Bedienung des Antriebs erreicht werden. An der Technologie wird übrigens seit 2023 gearbeitet. Elektro-hydrostatische Aktuatoren finden bereits in der Luftfahrt Verwendung – und zwar in den Flügelklappen moderner Passagierjets. Für den Tiefsee-Einsatz mussten die Materialien verstärkt und stärker abgedichtet werden.
Enge Kooperation mit Technischer Universität
Eine der führenden technischen Hochschulen Chinas, die Zhejiang-Universität ist maßgeblich an dem Projekt beteiligt. An der Hochschule in der östlichen Provinz Zhejiang kommt es häufig zu Kooperationen mit Rüstungs- und Verteidigungsbehörden, auch wenn nach außen hin stets ziviler Forschung die Rede ist. Allerdings handelt es sich um sogenannte Dual-Use-Technologien, die auch für das Militär zur Anwendung kommen. Dazu zählen: KI für autonome Systeme und Überwachung, Spezialchips für militärische Rechenleistung, Unterwasser-Sensorsysteme (Anti-U-Boot etc.) und Cybersecurity bzw. industrielle Kontrollsysteme.









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