"Mehrtägige Attacke"

D: Hacker greifen Datennetz des Bundestages an

Web
15.05.2015 18:27
Die Computer im Deutschen Bundestag sind Ziel einer bisher beispiellosen, mehrtägigen Attacke noch unbekannter Hacker geworden. "Einen solchen Angriff auf das Netz des Bundestags über mehrere Tage hat es noch nicht gegeben", sagte die Vorsitzende der IT-Kommission und Parlaments-Vizepräsidentin Petra Pau am Freitagnachmittag in Berlin und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht von "Spiegel Online".

Pau berichtete, dass die Cyberattacke immer noch nicht zu Ende sei. Die unbekannten Täter hätten auch versucht, eine Software einzuschleusen, die ein weiteres Vordringen ermöglichen sollte, und Computer damit zu infizieren. Dies sei rechtzeitig erkannt worden. Aber: "Die Angriffe von außen gehen weiter."

Woher der Angriff kommt, ist noch unklar
Es handle sich um eine ernstzunehmende Angelegenheit, betonte Pau. Fachleute des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik seien im Haus. Gemeinsam mit den IT-Experten des Parlaments untersuchten sie, "wo gegebenenfalls ein Loch ist". Noch unklar sei, wer den Angriff verübe.

Laut "Spiegel Online" war zunächst auch unklar, inwiefern Speicher mit hochsensiblen Informationen betroffen sind. Sicherheitshalber seien Teile des Bundestags-Systems zeitweise heruntergefahren worden. Darunter fielen offenbar auch Laufwerke des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Aufklärung der BND/NSA-Spionageaffäre.

Bundestag schon im Jänner Ziel einer Attacke
Deutsche Bundesbehörden werden immer wieder zum Ziel digitaler Angriffe. Erst Anfang Jänner waren die Internetseiten von Bundeskanzleramt und Bundestag durch einen schweren Hackerangriff stundenlang lahmgelegt worden. Zu der Attacke bekannte sich damals umgehend eine prorussische Hackergruppe aus der Ukraine namens CyberBerkut. Sie begründete ihr Vorgehen mit Deutschlands finanzieller Unterstützung für den ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk.

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