Für die Triathleten Lukas und Philip Pertl beginnt am Sonntag in Huatulco das, worauf sie seit langer Zeit hinarbeiten: die Olympia-Quali. Die Salzburger wollen sich ihren Traum unbedingt erfüllen, schindeten sich im Training dafür ordentlich. Der Auftakt ins Rennen um die Tickets steigt Sonntag in Huatulco, einer der heißesten Bewerbe.
„Wir haben alles auf die Quali ausgelegt“, erklärt Triathlet Lukas Pertl vor dem Start im Rennen um die Olympia-Tickets am Sonntag in Huatulco. Für ihn ist es der erste Auftritt im mexikanischen Ort, Bruder Philip hat dort zuletzt dreimal seine persönlich beste Weltcupplatzierung aufgestellt: „Mein Lieblingsweltcup!“ Das Rennen dort wird alles andere als leicht. Das Wasser hat rund 30 Grad (ab 32 Grad ist Schwimmen nicht mehr erlaubt) und die hohe Luftfeuchtigkeit von 80 bis 90 Prozent fordern die Athleten heraus.
Auch deshalb mussten sich die Pertl-Brüder spezifisch vorbereiten. Lukas setzte sich bewusst der Hitze aus, saß vollbekleidet am Ergometer im Keller oder war in der heißen Badewanne oder Sauna. „Die Hitze ist nicht so mein Steckenpferd gewesen, jetzt kann ich unter Hitze aber super arbeiten. Das ist ein richtiger Treiber für die Leistung“, weiß der 31-Jährige. Sein um drei Jahre jüngerer Bruder kommt mit den hohen Temperaturen besser zurecht. „Trotzdem habe ich bewusst an den warmen Tagen die Einheiten zu Mittag gemacht.“
Die ganze Quälerei soll sich am Ende auch bezahlt machen. Denn beide wollen sich ihren Traum von Olympia unbedingt erfüllen. Pro Jahr müssen die Athleten in sechs Weltcup- oder World-Series-Rennen ordentlich Punkte sammeln. Da Österreich keinen Fixplatz hat, müssen die rot-weiß-roten Anwärter umso härter kämpfen. Vereinfacht gesagt, sollte es mit mehreren Top-15-Plätzen in Weltcups bzw. Top-25-Ergebnissen in World Series-Bewerben am Ende gut ausschauen, um sich beim österreichischen Verband für eine Nominierung zu empfehlen.
„Jedes Rennen, das wir reinbekommen, ist goldwert“, weiß Philip. Fällt man verletzungs- oder krankheitsbedingt aus, fehlen einem gleich einige Rennen und viele mögliche Punkte. „Das habe ich bei Lukas Hollaus 2016 miterlebt.“ Dieser schaffte jedoch bekanntlich 2021 den Sprung auf die Olympiabühne. Lukas Pertl war damals als Ersatzmann für die Staffel dabei. Die aktuelle Qualiperiode wird seine letzte sein.
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