Durch Batterien verursachte Brände haben in der EU-Abfallwirtschaft 2025 rund 2,66 Milliarden Euro Schaden angerichtet. EU-weit kommt es täglich zu etwa 30 Brandfällen in Entsorgungsbetrieben, geht aus Angaben des Verbandes Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) hervor.
Im Zeitraum von 2023 bis 2025 summierten sich die Brandschäden in der EU-Entsorgungswirtschaft laut Schätzungen des Europäischen Verbandes der Abfallwirtschaft (FEAD) auf rund 7,3 Milliarden Euro. Zudem investierte die Branche in diesem Zeitraum etwa zwei Milliarden Euro in betrieblichen Brandschutz. Für 2025 geht der Dachverband von rund 10.900 batteriebedingten Bränden aus – ein Anstieg um 27 Prozent gegenüber 2023. Sechs von zehn Bränden im Sektor seien auf Batterien zurückzuführen. Da viele Zwischenfälle direkt von Beschäftigten gelöscht würden, sei die tatsächliche Zahl noch deutlich höher.
Fünfzehnmal so viele Brände in Österreich
Auch in Österreich hat sich die Situation verschärft: Zwischen 2007/08 und 2024/25 stieg die Zahl der öffentlich bekannten Brände in Abfallanlagen von 10 auf 147 und hat sich damit fast verfünfzehnfacht. Inzwischen finden sich mehr als acht Lithiumbatterien pro Tonne Restmüll. „Die neuen Zahlen des FEAD bestätigen, was wir in Österreich seit Jahren beobachten: Batteriebrände sind in unseren Betrieben längst Alltag“, sagte VOEB-Präsidentin Gabriele Jüly am Donnerstag laut Mitteilung.
Gemeinsam mit dem FEAD fordert der VOEB von der EU-Politik die Einrichtung eines Fonds zur Prävention und Bewältigung von Batteriebränden, finanziert über die erweiterte Herstellerverantwortung. Außerdem wollen die Verbände ein verpflichtendes Pfandsystem für brandgefährliche Batterien und ein Verbot von Einwegprodukten mit Batterien – etwa Einweg-E-Zigaretten.
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