Der historische 9:1-Sieg von Como im Champions-League-Match gegen Lens am Mittwochabend sorgt in der Fußballwelt für großes Aufsehen. Der Rekordsieg in der Königsklasse lässt vor allem in Italien jetzt Hoffnungen auf einen großen Coup aufkommen. „Auf Augenhöhe mit den Großen Europas“ und „Träumen ist erlaubt“, ist dort zu lesen. Doch auch anderswo werden Superlative ausgepackt.
„Der erste Auswärtssieg ist eine erhabene Sinfonie, ohne jede Möglichkeit, unterbrochen zu werden – im Gegenteil, mit einer für die Gegner grausamen Konstanz“ und „Jetzt ist Träumen erlaubt“, gerät die „Gazzetta dello Sport“ ins Schwärmen. Der Rekordsieg lässt Como und ganz Italien von noch größeren Erfolgen, bis hin zum Champions-League-Titel träumen.
„Ein unglaublicher Abend für ein unglaubliches Team, das weiterhin Geschichte schreibt“, schreibt der „Corriere dello Sport“, in der „Repubblica“ kann man das Ergebnis beinahe nicht glauben: „Es ist alles so schön, dass es fast unecht wirkt. Als gäbe es keine Grenzen, eine Art unendlicher Horizont.“
Großes Lob hagelt es unterdessen auch für Trainer Cesc Fabregas, der von Fans und Presse gleichermaßen als wesentlicher Faktor für den Erfolgslauf des Teams vom Comer See ausgemacht wird. „Fabregas beschert Italien einen glorreichen Abend“, adelt ihn etwa die „Gazzetta dello Sport“.
Lobeshymnen in Spanien, Katerstimmung in Frankreich
Doch auch außerhalb Italiens sorgt der Erfolg von Como für Aufsehen. „Comos Start in die Champions League unter Cesc Fabregas ist schon jetzt legendär. In einer unvergesslichen Nacht für den gesamten italienischen Fußball deklassierte die Mannschaft aus der Lombardei ihre Gegner mit 9:1“, schreibt die spanische „Marca“ und „Mundo Deportivo“ legt nach: „Cescs Team überrollte am Mittwoch eine völlig unterlegene französische Mannschaft mit einem wahren Torfestival, in dem Douvikas einen Hattrick erzielte und Nico Paz eine herausragende Leistung zeigte. Como hat damit signalisiert, dass es in dieser Champions-League-Saison ein ernst zu nehmender Titelkandidat sein wird.“
In England sieht man im Serie-A-Klub mittlerweile einen ernsthaften Titelkandidaten. „Como hat mit der beeindruckenden Leistung endgültig den Status als ernst zu nehmender Konkurrent auf der größten Bühne untermauert“, so die „Daily Mail“, die „Sun“ spricht von einem „überwältigenden 9:1-Kantersieg.“
Anders fällt die Reaktion in Frankreich aus. Während man auch Anerkennung für die Leistung von Como findet – „Wie ein Hurrikan“, anerkennt etwa „L‘Equipe“ – herrscht ansonsten, vor allem Katerstimmung. „Ein kollektives Fiasko“, sieht etwa ebenfalls „L‘Equipe“ und stellt schließlich die Frage: „Wie konnten sie nur so schlecht am Ball sein, so löchrig, so miserabel und im Laufe des Spiels immer schlechter werden“, während man bei „Le Monde“, den Abend aus französischer Sicht nüchtern und knackig zusammenfasst: „Eine demütigende Niederlage.“
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