Fordert in Siegesrede

Republikaner: „Trump soll P. Diddy freilassen“

Außenpolitik
05.11.2026 13:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Republikaner Anthony Constantino wird im 21. Kongresswahlbezirk in New York wohl mit knappem Vorsprung gegenüber seinem demokratischen Kontrahenten gewinnen. Seine Siegesrede hielt er jedoch schon vor dem endgültigen Ergebnis – und fiel dabei gleich mit mehreren Aussagen auf. Er forderte etwa, Trump solle „P. Diddy freilassen“.

Nach Auszählung von 96 Prozent der Stimmen liegt Anthony Constantino mit 51 Prozent knapp vor seinem Kontrahenten Blake Gendebien (Stand Donnerstagnachmittag). Bei einer Wahlparty in seiner eigenen Fabrik ließ er sich feiern, bevor das endgültige Wahlergebnis überhaupt feststand. Einen besonderen Dank richtete er an seinen Unterstützer Donald Trump.

„Historische Persönlichkeit“
Constantino wandte sich auch mit einer Forderung an den US-Präsidenten: „Präsident Trump sollte darüber nachdenken, Diddy freizulassen.“ „Diddy“ sei „eine historische Persönlichkeit New Yorks, die unsere Wirtschaft angekurbelt, Menschen nach New York geholt und dazu beigetragen hat, unseren Bundesstaat groß zu machen.“

Sean „Diddy“ Combs verbüßt derzeit eine Gefängnisstrafe, nachdem er in zwei Fällen im Zusammenhang mit Prostitution schuldig gesprochen worden war.

„Die bösen Medien“
Damit jedoch nicht genug: Der Republikaner griff in seiner Rede auch die anwesenden Journalisten verbal an und warf ihnen unfaire Berichterstattung vor. Er habe seine ganzen Finanzen offengelegt, weil „die bösen Medien“ es nicht getan hätten. „Hört mal zu, ihr Drecksäcke! Hört mal zu, ihr Drecksäcke: Den Leuten die Wahrheit zu sagen, ist das Richtige.“

„Schaut euch dieses A****loch an“
Constantino deutete in Richtung der anwesenden Journalisten und sagte: „Und an diejenigen von euch in den bösen Medien, die keine schlechten Menschen sind: Wisst ihr was? Ich habe Neuigkeiten für euch. Ihr seid auch böse, weil ihr die Schlechten unter euch nicht entlarvt. Ihr habt alle geschwiegen.“

Dann griff er einen Journalisten persönlich an: „Schaut euch dieses A****loch da drüben an. Den da. Schaut euch diesen Typen an. Macht ein Foto von ihm.“ Nach seiner Hasstirade warf er den Reporter hinaus.

Der Republikaner sorgte bereits vergangenes Jahr für Aufsehen, als er einen Diss-Track gegen Zohran Mamdani veröffentlichte, bevor dieser die Bürgermeisterwahl in New York gewann. „Ihr Idioten lasst einen Terroristen für ein Amt in New York City kandidieren“, singt er in dem Song.

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