Im Internet sammelt der Verein der Bosniaken aktuell Spenden für den Bau einer Großmoschee – einem „Ort für Gebet, Gemeinschaft und Stärkung des Glaubens, Unterricht für Kinder und Jugendliche und kulturelle Aktivitäten“. Dass die Verunsicherung in Bruck groß ist, ist nur verständlich.
Seit die Pläne für den Bau eines islamischen „Kulturzentrums“, wie es offiziell heißen soll, durch das Internet geistern, gibt es mehr Fragen als Antworten an der Mur: Welchen Zweck hat das Gebäude wirklich? Worin sollen Kinder und Jugendliche unterrichtet werden, wo es doch ohnehin Schulen gibt? Was genau ist mit Stärkung des Glaubens gemeint? Und wie groß soll das Haus werden? Der Verein der Bosniaken ließ die Stadtgemeinde, bei der man im Frühsommer vorstellig wurde, weitgehend im Unklaren – was dort, angesichts der Spendensammlung auf Facebook, für einiges an Irritation sorgt.
Klar ist, dass der Bau genehmigt werden muss, wenn alle Bewilligungen vorliegen und gegen keine Richtlinien verstoßen wird. Doch täte der Verein der Bosniaken gut daran, mit der Geheimniskrämerei aufzuhören und die Karten auf den Tisch zu legen: Was ist geplant, wer finanziert das Projekt etc. Denn das beharrliche Schweigen befeuert nur Gerüchte und sorgt für verständliche Verunsicherung in der Bevölkerung. Aufgabe sowohl der Verantwortlichen als auch der Stadtpolitik ist es jetzt, die Sorgen der Brucker ernst zu nehmen!
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