Ungewöhnlicher Polizeieinsatz: Elf Kälber büxten am vergangenen Freitag von einer Weide in Konradsheim (Waidhofen an der Ybbs/Niederösterreich) aus. Sechs Tiere gelangten bis ans Stadtgebiet auf die Bahngleise. Regionalzüge konnten stundenlang nicht fahren.
Der Zugverkehr auf der Rudolfsbahn und der Citybahn musste am Freitagvormittag aussetzen. Auf den Gleisen am Stadtrand von Waidhofen an der Ybbs gingen vier Kälber friedlich in der Herbstsonne spazieren. Nachdem Passanten die Tiere bemerkt hatten, riefen sie sofort die Polizei. Geflohen waren die Tiere von einer Weide im Dorf Konradsheim – zu Fuß ganze sechs Kilometer entfernt!
Auf den Gleisen hatte der Spaziergang für die vier Jungrinder ein Ende. Polizei und Feuerwehr versuchten von 7 Uhr morgens bis ca. 9 Uhr sie einzufangen. Zahlreiche Schüler kamen zu spät zum Unterricht, weil der Zug nicht weiterfahren konnte. Mit Absperrbändern und viel Geduld konnten die vier Tiere friedlich wieder eingefangen werden.
Zwei von den sechs entlaufenen Kälbern wollten augenscheinlich lieber Waldluft schnuppern – sie wurden später am Vormittag schließlich auf einer nahegelegenen Waldstraße gesichtet. Fünf Tiere der elfköpfigen jungen Herde blieben nach ihrem Ausbruch aber in der Nachbarschaft ihres Bauern.
Kalb flüchtete ein zweites Mal
Eines von den beiden Kälbern auf der Waldstraße ließ sich sofort einfangen, sein Herden-Gefährte war aber deutlich rebellischer. Dem Tier gelang es, sich wieder zu befreien, berichtet die Feuerwehr aus Waidhofen Ybbs-Stadt. Bei einer neuen McDonald‘s-Filiale in der Nähe konnte das junge Kalb schließlich angelockt und gemeinsam mit der restlichen, abenteuerlustigen Herde wieder zurück zum Besitzer gebracht werden.
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