Laut der Studie einer Versicherungsgesellschaft gaben 19 Prozent der insgesamt 2.000 befragten Autofahrer an, dass sie sich von ihrem Navigations-System abgelenkt fühlten. Oft liegt das daran, dass sie ihren elektronischen Beifahrer erst nach Fahrtantritt aktivieren. Dann wandert der Blick natürlich auf den Bildschirm statt auf die Straße.
Im Vergleich dazu verlieren nur rund 17 Prozent der Befragten die Konzentration durch das Lesen einer gewöhnlichen Straßenkarte am Steuer. Jeder vierte Studienteilnehmer gab jedoch an, zusätzlich zum Navigations-System eine Straßenkarte zu verwenden.
Egal wie sich der Autofahrer orientiert – per Papier oder Computer -: Wenn er seine Augen vom Verkehrsgeschehen abwendet und auf die Informations-Quelle richtet, ist er in Gefahr. Der Studie zufolge benötigen die Fahrer durchschnittlich 10 Sekunden, um sich neu zu orientieren. Bei einer durchschnittlichen Fahrtgeschwindigkeit von 60 km/h entspricht das einer Strecke von etwa 150 Metern Blindflug.
Ozzy und Marilyn als Beifahrer
Briten können sich inzwischen übrigens ein besonders unterhaltsames Navigationssystem einrichten. Zum Download gibt es etwa Richtungsansagen von Ozzy Osbourne; das Kastl sagt dann nicht mehr nur „Sie haben ihr Ziel erreicht“ sondern „ In 400 Metern bis du verdammt noch mal am Ziel“. Hat er die Verbindung zu den Satelliten verloren, schimpft Ozzy: „Ich hab den verdammten Satelliten verloren!“
Es gibt eine ganze Reihe von bekannten Persönlichkeiten, wie Clint Eastwood, Tony Blair oder die Queen. Fans können sich auch so fühlen, als hätten sie Victoria Beckham auf dem Beifahrersitz: „David! Kehr um, wenn es geht!“
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