Nach Terroralarm

US-Bomber von britischem Stützpunkt zurückbeordert

Außenpolitik
05.10.2026 16:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem Terroralarm auf einem US-Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien inklusive sechs Festnahmen hat das Pentagon all seine Langstreckenbomber, die auf der Basis RAF Fairford stationiert waren, zurückbeordert.

„Wir können nun bestätigen, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind“, teilte ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums am Sonntag auf Anfrage mit. Aus Gründen der operativen Sicherheit habe das Ressort zuvor „Bewegungen unserer Ressourcen und Streitkräfte nicht in Echtzeit“ kommentieren können, hieß es weiter. US-Außenminister Marco Rubio stellte aber einen direkten Zusammenhang zwischen dem Vorfall nahe der Basis und der Entfernung der Bomber der Typen B-1, B-2 und B-52 in Abrede. „Neue Flieger kommen, alte werden ersetzt“, hieß es am Montag in einer Stellungnahme des Ministers.

US-Außenminister Marco Rubio
US-Außenminister Marco Rubio(Bild: AFP/BRENDAN SMIALOWSKI)

Pentagon: „Weiterhin bereit, präzise Angriffe durchzuführen“
Die US-Streitkräfte hatten im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um so flexibler im Krieg gegen den Iran agieren zu können. Das Pentagon betonte in seiner jetzigen Mitteilung: „Die Piloten der amerikanischen Bomberflotte sind weiterhin bereit, präzise globale Angriffe durchzuführen.“

In der Nacht auf den 27. September waren, wie berichtet, fünf Männer nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie wurden inzwischen unter strengen Auflagen freigelassen und werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt, ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Ein sechster Verdächtiger wurde wenige Tage später festgenommen. Doch auch der britisch-iranische Staatsbürger ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Premier: „Starke Hinweise auf iranische Verbindung“
Premierminister Andy Burnham sprach in der Vorwoche von einer möglichen Verbindung zum Iran. „Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Iran an den Ereignissen vom Wochenende auf dem RAF-Stützpunkt Fairford beteiligt war“, sagte der britische Regierungschef der BBC. Es handle sich jedoch „weiterhin um eine laufende, komplexe und ernste polizeiliche Ermittlung“.

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