Laut Medien:

Britischer Terrorverdächtiger rief selbst Polizei

Ausland
30.09.2026 08:15
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Terrorverdacht rund um eine US-Luftwaffenbasis im Südwesten Englands wird immer verworrener. Medienberichten zufolge hat nämlich einer der festgenommenen Männer selbst den Notruf gewählt.

Laut bisherigen Angaben waren die Festnahmen erfolgt, nachdem eine Anrainerin den Notruf gewählt hatte, weil sie am Sonntag in der Früh drei Lieferwagen und eine Gruppe maskierter Männer in der Nähe des Stützpunkts gesehen hatte. Nach Informationen der britischen Tageszeitung „The Times“ war die Polizei zu dem Zeitpunkt aber bereits vor Ort, weil der Verdächtige fast eine Stunde zuvor angerufen hatte.

Wie die Zeitung weiter berichtete, soll sich die polizeiliche Untersuchung darauf konzentrieren herauszufinden, ob die fünf Männer im Auftrag des Iran gehandelt haben oder andere Motive hinter der vereitelten Tat standen. Unklar ist demnach zunächst auch das Motiv des Verdächtigen für den Anruf bei der Polizei.

US-Stützpunkt dient als Ausgangspunkt für Iran-Angriffe
Die britischen Behörden hielten sich bisher mit Äußerungen zu den möglichen Hintergründen stark zurück und warnten vor voreiligen Schlüssen. Der Luftwaffenstützpunkt dient den USA im laufenden Konflikt als Ausgangspunkt für Angriffe auf das Land.

Ein B-1-Bomber der US-Luftwaffe hebt vom Stützpunkt RAF Fairford ab.
Ein B-1-Bomber der US-Luftwaffe hebt vom Stützpunkt RAF Fairford ab.(Bild: AP/Alastair Grant)

Die Männer waren in der Nacht zum Sonntag nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt, ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Das von den Männern mitgeführte verdächtige Material hat sich jedoch laut Polizei nicht als funktionsfähiger Sprengstoff herausgestellt.

Trump: „Das sind sehr schlimme Menschen“
Die Festgenommenen sind laut Angaben der Polizei britische Staatsbürger, zwischen 23 und 25 Jahren alt und haben einen Wohnsitz in der Hauptstadt London. Sie wurden inzwischen unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Darüber schien US-Präsident Donald Trump einigermaßen überrascht zu sein. Gegenüber einem Reporter von Sky News merkte der Staatschef an: „Sie haben sie nicht laufen gelassen, sondern auf Kaution auf freien Fuß gesetzt. Das sind aber sehr schlimme Menschen.“ Zuvor hatte sein Außenminister Marco Rubio in einem Interview mit dem Sender Fox News den Verdacht geäußert, dass „ausländische Mächte ihre Finger im Spiel“ gehabt hätten.

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