„Ausländische Hände“
Britische Terrorverdächtige wieder auf freiem Fuß
Fünf britische Staatsbürger, die wegen Terrorverdachts in den frühen Morgenstunden des Sonntags in der Nähe eines US-Militärstützpunkts im Südwesten Englands verhaftet worden waren, sind nun wieder auf freiem Fuß.
Die Männer zwischen 23 und 25 Jahren unterlägen weiterhin „strengen Auflagen“ zu ihrem Aufenthaltsort und „ihren Kontakten zu anderen Personen“, teilte Laurence Taylorder, Leiter der Anti-Terror-Polizei, am Montag mit. Laut der US-Regierung waren „ganz klar die Hände eines ausländischen Akteurs im Spiel“
In einem Interview mit dem Sender Fox News sprach US-Außenminister Marco Rubio von einer „sehr ernsten Situation“ rund um die Basis RAF Fairford. Er meinte, dass „hier ganz klar ausländische Hände im Spiel“ waren:
Was geplant gewesen sein könnte, ist noch unklar. Konkret wurde die britische Polizei in der Nacht auf Sonntag zum Luftwaffenstützpunkt Fairford im Südwesten Englands gerufen, nachdem in dem Gebiet „verdächtige Fahrzeuge“ beobachtet worden waren. Eine Anrainerin berichtete der BBC, sie habe „eine große Gruppe maskierter Männer“ gesehen.
Trump: „Sie wollten unserer Basis schweren Schaden zufügen“
Die Militärbasis wird auch von der US-Armee im Krieg gegen den Iran genutzt. US-Präsident Donald Trump hatte im Anschluss erklärt: „Sie werden sehr bald davon hören. Wir haben sie geschnappt.“ Die Verdächtigen „wollten unserer Basis schweren Schaden zufügen“.
Britische Medien berichteten am Montag, die Anti-Terror-Polizei prüfe eine mögliche Verbindung zum Iran. Die iranische Botschaft wies eine Verwicklung wenig später „aufs Schärfste“ zurück und sprach von „böswilligen Spekulationen“. London hatte dem Iran und Russland in der Vergangenheit mehrfach vorgeworfen, auf Mittelsmänner zurückzugreifen, um kriminelle Aktivitäten auf britischem Territorium auszuführen.
Britische Regierung hält Krisensitzung ab
Der britische Premierminister Andy Burnham kündigte eine Krisensitzung im Zusammenhang mit dem Vorfall an. „Ich werde heute Nachmittag den Vorsitz bei einer Sitzung des Cobra-Gremiums führen, um sicherzustellen, dass wir uns ein vollständiges Bild der Lage machen und die Situation genau im Blick behalten“, sagte Burnham dem Radiosender LBC. Bei Cobra-Sitzungen kommen Regierungsmitglieder mit Vertretern von Polizei und Geheimdiensten zusammen.

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