Fast 70 Prozent der österreichischen Arbeitnehmenden geben an, oft oder sehr oft gestresst zu sein. Bei 40 Prozent hat sich das Stressniveau in den vergangenen ein bis zwei Jahren erhöht. Für 37 Prozent ist die Arbeit der größte Stressfaktor, für weitere 23 Prozent liegt sie auf Platz zwei. Daneben belasten insbesondere finanzielle Sorgen und familiäre Themen.
Wie sehr sich diese Belastung bereits auf den Arbeitsalltag auswirkt, zeigt eine besonders deutliche Zahl: 83 Prozent gehen trotz mentaler Erschöpfung weiter zur Arbeit. Was nach Durchhaltevermögen klingt, kann für Unternehmen zum versteckten Kostenfaktor werden – wenn Mitarbeitende zwar anwesend, aber nicht mehr voll leistungsfähig sind.
Die vom ganzheitlichen Gesundheitsanbieter Mavie durchgeführte Studie zeigt, wie hoch das Stressniveau in Österreichs Arbeitswelt ist und welche Faktoren dazu beitragen. Sie untersucht zudem, wie sich Stress auf Leistungsfähigkeit, Teams und Unternehmen auswirkt.
Stress gehört für einen Großteil der österreichischen Arbeitnehmer bereits zum Arbeitsalltag.
Eine internationale Untersuchung beziffert diese Form des sogenannten Präsentismus mit durchschnittlich 57,5 Tagen pro Jahr, an denen Beschäftigte zwar anwesend, aber nicht voll leistungsfähig sind.
Über mentale Gesundheit wird geschwiegen
Psychische Gesundheit ist am Arbeitsplatz noch immer ein Tabuthema: Drei Viertel (75 Prozent) sprechen im Job nicht darüber. 42 Prozent befürchten negative Konsequenzen, zwei Drittel (66 Prozent) wollen sich nicht angreifbar machen. Nur 30 Prozent der Befragten würden mit ihrer Führungskraft über Belastungen am Arbeitsplatz sprechen. Das Vertrauen in die eigene Führungskraft liegt damit nur knapp über jenem in künstliche Intelligenz: 27 Prozent würden sich bei arbeitsbedingtem Stress einer KI anvertrauen.
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