Im 6. Wiener Gemeindebezirk rollen bereits die Bagger: Windmühlgasse, Theobaldgasse und Fillgradergasse werden zum „Outdoor-Wohnzimmer“ umgebaut, wie es Bezirksvorsteherin Julia Lessacher (SPÖ) nennt. Der Preis dafür: Rund ein Drittel der bisherigen Parkplätze fällt weg. Ist der Tausch von Parkplätzen gegen Bäume und Sitzgelegenheiten für Sie ein fairer Deal, oder geht die Stadt hier zu weit? Diskutieren Sie mit!
Konkret sollen allein in den drei Gassen 33 neue Bäume, Hochstammsträucher und mehrere Mikrofreiräume mit Sitzmöglichkeiten entstehen, dazu kommen Fahrbahnverschwenkungen zur Verkehrsberuhigung und barrierefreie Querungen. Der Bezirk hat für das Projekt heuer und im kommenden Jahr 3,6 Millionen Euro budgetiert, ein Teil davon soll über EU-Förderungen finanziert werden. Als Alternative für Autofahrer verweist die Bezirkschefin auf günstige Dauerparkplätze in der nahegelegenen WIPARK-Garage.
Wie viele Stellplätze tatsächlich verschwinden, lässt sich laut Bezirksvorstehung nicht genau beziffern. Das hänge auch davon ab, wie die Autofahrer aktuell parken, heißt es dazu. Fix steht aber: Mehr als zwei Drittel der Stellplätze sollen laut Bezirk erhalten bleiben – der Wirtschaftskammer Wien reicht das nicht, sie spricht von einer „erheblichen Anzahl“ wegfallender Stellplätze.
Diskutieren Sie mit!
Würden Sie in Ihrem Grätzel mit weniger Parkplätzen zurechtkommen? Gibt es genug Garagenstellplätze als Ersatz für den Straßenparkplatz, oder sollte die Stadt zuerst mehr Garagenplätze schaffen, bevor Parkplätze verschwinden? Sollten Bezirke bei solchen Umbauten stärker auf die Anrainer hören, oder braucht es diese Maßnahmen auch gegen Widerstand, um die Stadt klimafit zu machen?
Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge und Ideen dazu in den Kommentaren!
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