„Unvorteilhaft“ sei das Video. Außerdem seien zwei „ego-infizierte“ Personen aufeinandergetroffen. So die knappe Stellungnahme jenes Bergführers, der am Großglockner ausrastete und einen Bergsteiger angriff. Besonders einsichtig wirken seine Aussagen jedenfalls nicht ...
Das Video, das den Vorfall am Großglockner am 22. August zeigt, löste Entsetzen und heftige Diskussionen aus: Die Aufnahmen zeigen einen Streit in rund 3000 Metern Höhe auf einer schmalen, ausgesetzten Abwärtspassage – ein denkbar schlechter Ort für ohnehin überflüssige Handgreiflichkeiten.
Ein steirischer Bergführer hatte ein polnisches Paar überholt. Der Pole bat freundlich, der Österreicher möge warten und kassierte eine harsche Antwort: „Ich bin Bergführer, halt dein Maul!“ Gefolgt von einer Drohung: „Ich komme rauf und geb dir eine!“ Auch der Pole wurde lauter. Tatsächlich kehrte der Schladminger im steilen Gelände sichtlich geladen um und kam seinem Gegenüber unangenehm nahe: „Benimm dich“, schrie er ihm ins Gesicht.
Der Pole stellte die Aufnahmen des Vorfalls auf Instagram. Es folgte eine Welle der Empörung, der Bergführer wurde ausfindig gemacht und legte kurz darauf seine Lizenz zurück.
„Nur eine Nebenbeschäftigung“
Jetzt meldete sich der Steirer mit einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der „Kleinen Zeitung“ zu Wort – und gibt sich in Bezug auf seinen Jobverlust betont gelassen: „Das war nur ein kleiner Teil, eine Nebenbeschäftigung. Wenn eine Tür sich schließt, tut sich eine andere auf.“
Da trafen sich zwei, die ego-infiziert sind.
Der ehemalige Bergführer
„Wen interessiert die Vorgeschichte?“
Zu dem Vorfall selbst hat der Steirer nicht viel zu sagen, lediglich: „Man muss nichts schönreden, das kann man auch nicht. Das Video ist unvorteilhaft für mich“. Die alleinige Verantwortung für den Ausraster möchte er jedenfalls nicht übernehmen: „Da trafen sich zwei, die ego-infiziert sind. Aber wen interessiert die Vorgeschichte, wie es zu dieser Szene kam?“
Laut dem Polen habe es vor der gefilmten Szene keinerlei Zusammentreffen mit dem Steirer gegeben. Und der ehemalige Bergführer wollte in seiner Stellungnahme offenbar nicht konkreter werden ...
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.