Axel Kassegger, FPÖ-Nationalratsabgeordneter und Obmann der Grazer Stadtpartei, zieht sich mit sofortiger Wirkung aus der Politik zurück. Er stehe unmittelbar vor einer bedeutenden Operation und brauche alle Kraft für seine Genesung.
Der FPÖ-Abgeordnete und Präsident des Freiheitlichen Bildungsinstituts, Axel Kassegger, zieht sich mit sofortiger Wirkung aus der Politik zurück. „Ich stehe unmittelbar vor einer bedeutenden Operation, die bereits nächste Woche stattfinden wird“, begründete der Obmann der Grazer Stadtpartei den Schritt in einer Aussendung am Donnerstag. Er wolle künftig seine „volle Aufmerksamkeit und Kraft meiner Genesung widmen“.
Kassegger saß seit 2013 für die FPÖ im Nationalrat und war lange außenpolitischer Sprecher seine Partei. Diese Funktion legte er 2023 nach einer umstrittenen Reise zu den Taliban nach Afghanistan, an der er ursprünglich auch teilnehmen wollte, zurück. In Graz übernahm er Anfang 2023 mit 95 Prozent Zustimmung die Stadtpartei, als diese infolge des Finanzskandals zu zerbröseln drohte. Er legte seine Rolle in Graz aber sehr zurückhaltend an und trat kommunalpolitisch kaum in Erscheinung.
Leichte Zugewinne bei Grazer Gemeinderatswahl
Bei der Gemeinderatswahl am 28. Juni konnte die FPÖ leicht auf zwölf Prozent zulegen, hat mit René Apfelknab wieder einen Stadtrat und sechs Gemeinderäte. Im Vorfeld der Wahl kam es zu innerparteilichen Turbulenzen und Ausschlüssen von Parteimitgliedern. Auch Kassegger selbst geriet ins Visier: Ihm wurde vorgeworfen, seinen tatsächlichen Hauptwohnsitz im Bezirk Graz-Umgebung zu haben.
Wie geht es in der Grazer Stadtpartei nun weiter? Logischer Nachfolger wäre der neue Wirtschaftsstadtrat René Apfelknab.
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