Leser fragen, Experten antworten zu den brennendsten gesundheitlichen Themen. Robert B. (51): „Ich habe Fragen zur Diagnose Baker-Zyste. Welche Ursachen oder Symptome gibt es? Und was hilft dagegen?“
Prim. Dr. Wolfgang Kaltenbrunner, Stv. Abteilungsvorstand für Orthopädie und Abteilungsleiter für Orthopädie und Rheumachirurgie: Als Baker-Zyste bezeichnet man eine mit Flüssigkeit gefüllte Beule im Bereich der Kniekehle. Sie bleibt oft lange symptomlos, kann aber auch mit Druckgefühl und heftigen Schmerzen, vor allem bei Bewegung, einhergehen. Häufige Ursachen sind Arthrose, also eine starke Gelenkabnützung, rheumatoide Arthritis oder auch etwa ein unbehandelt gebliebener Meniskusriss.
Bei diesen Grunderkrankungen wird zu viel Gelenkflüssigkeit erzeugt, die sich in Richtung Kniekehle ergießt und dort eine spürbare Schwellung bildet. Klar diagnostizieren lässt sich eine Baker-Zyste durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Magnetresonanztomografie (MRT). Oft ist auch eine Arthroskopie nötig, um das Ausmaß der Grunderkrankung exakt festzustellen.
Kein eigenes Krankheitsbild
Da die Baker-Zyste kein eigenes Krankheitsbild, sondern wie erwähnt die Folge einer Erkrankung ist, muss die Behandlung auch bei dieser Ursache sowie des Weiteren bei der Reduzierung der überschüssigen Gelenkflüssigkeit ansetzen. Kleinere Baker-Zysten können medikamentös behandelt werden.
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Bei größeren Flüssigkeitsansammlungen wird die Zyste meist punktiert und die Flüssigkeit entfernt. Um der neuerlichen Entstehung einer Baker Zyste vorzubeugen, muss die Grunderkrankung – ob Arthrose, Arthritis oder Bänderschaden – effizient therapiert werden.
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