Aufregendes Wochenende in der heimischen Fußball-Bundesliga. Während Rapid den höchsten Ligasieg seit fast 41 Jahren feiern durfte und die Austria einen erlösenden 2:0-Sieg gegen Hartberg feiern durfte, ist zwischen Sturm Graz und Altach ein heftiger Transferstreit entbrannt. Hier ein Überblick.
Der SK Rapid hat sich mit einem Kantersieg an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga geschossen. Die Wiener fertigten am Sonntag in Hütteldorf den GAK mit 8:0 (5:0) ab und lösten den punktegleichen Titelverteidiger LASK auf Platz eins ab. Für die entfesselten Hütteldorfer war es ein sportlicher Feiertag.
Denn nicht nur, dass es für das Team von Trainer Johannes Hoff Thorup in dieser Saison der achte Sieg im achten Pflichtspiel war – es war zudem der höchste Ligasieg seit fast 41 Jahren. Am 27. September 1985 feierte man einen 10:0-Sieg – auch damals hieß der Gegner GAK.
Austria-Erlösung und steirisches Drama
Unterdessen durfte sich auch der große Rivale über ein erlösendes Wochenende freuen. Denn die Austria feierte im dritten Meisterschaftsspiel den ersten Sieg. Gegen Hartberg setzten sich die „Veilchen“ mit 2:0 durch und verhinderten damit doch noch den kompletten Liga-Fehlstart.
Gerade hinsichtlich des bevorstehenden Playoff-Duells in der Conference-League-Quali gegen Portugal-Klub Braga am Donnerstag (ab 21 Uhr im sportkrone.at-Liveticker) ein wichtiger Erfolg. „Wir haben keine Angst, wir haben richtig Bock“, zeigte sich Torschütze Julian Hettwer nach dem Sieg gegen Hartberg schon richtig motiviert.
Für die Steiermark war es hingegen kein guter Sonntag. Während der GAK gegen Rapid arg unter die Räder kam und nach dem Match nach Erklärungen suchte, blieb Hartberg nach der Niederlage gegen die Austria als einziger Verein ohne Punkt. „Du musst irgendwann mal anfangen, dich zu belohnen und das tun wir nicht“, ärgerte sich Trainer Markus Schopp.
Aufregung um Massombo
Immerhin Sturm Graz konnte sportlich einen 1:0-Erfolg gegen Altach feiern und damit drei Punkte in der Steiermark behalten. Allerdings wurde das Duell auf dem Platz an diesem Wochenende zur Nebensache. Denn zwischen den beiden Vereinen ist ein heftiger Transferstreit entbrannt. Im Mittelpunkt: Altach-Kicker Yann Massombo.
Der von Sturm umworbene Altach-Spieler hatte am Freitag die Fahrt nach Graz verweigert. Altachs Ärger richtet sich gegen Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch, der Kontakt zu Massombo aufgenommen hatte. Nun prüfen die Vorarlberger „weitere Schritte“.
„Der SCR Altach hat die Äußerungen des SK Sturm Graz Trainers nach dem gestrigen Spiel zur Kenntnis genommen. Diese bestätigen, dass ein Kontakt des SK Sturm Graz zu Spieler Yann Massombo stattgefunden hat. Zudem gibt es noch weitere Fakten, die dies bestätigen. Vor diesem Hintergrund sieht sich der Verein dazu veranlasst, weitere Schritte zu prüfen“, hieß es am Sonntag in einer Altach-Pressemitteilung. In dieser wurde auch darauf verwiesen, dass der Spieler ein aufrechtes Vertragsverhältnis bis 2027 plus Option auf ein weiteres Verlängerungsjahr hat.
Sturm sieht Aufklärung „entspannt“ entgegen
Der Verein sei zu keiner Zeit über stattfindende Gespräche informiert worden, erklärte Altach. Laut ÖFB-Regulativ hat ein interessierter Verein den bisherigen Verein vor der Aufnahme der Vertragsgespräche mit dem Spieler nachweislich zu informieren. Fraglich ist jedoch, ob eine lose Kontaktaufnahme durch den Trainer schon unter ein Vertragsgespräch fällt.
Sturm erklärte am Sonntag, auf Geschäftsführer-Ebene im direkten Austausch mit Altach zu sein. „Wir prüfen noch einmal alle Vorkommnisse der letzten Tage, weil es die Sorgfaltspflicht verlangt, sind aber weiter der absoluten Überzeugung, dass kein Vertreter des SK Sturm etwas Unrechtmäßiges getan hat“, erklärte ein Klub-Sprecher. „Wir blicken der Aufklärung dieser Situation dementsprechend entspannt entgegen.“ Der Fall wird aber weiter für Unruhe sorgen.
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