Mit den Eagles Graz versucht sich ab sofort ein neuer Klub am steirischen Sport-Firmament in Szene zu setzen. Die Basketballer aus der Landeshauptstadt feierten am Freitag gegen Traiskirchen ihre Heimpremiere nach der Gründung. Die „Krone“ schaute im Sportpark vorbei.
Gemma Eagles schauen“, lautete am Freitagabend das Motto etlicher Hundert Korbjäger-Fans, die sich die Premiere des aus der Taufe gehobenen Klubs in der Basketball-Superliga nicht entgehen lassen wollten. Das erste Heimspiel des Nachfolge-Vereins des UBSC Graz lockte auch die ein oder andere Abordnung aus dem Volleyball-Lager des UVC sowie die Handballer der HSG in den Sportpark. Viele wollten die erste „Landung“ der Eagles im Heimnest mitverfolgen.
An den ehemaligen UBSC Graz erinnerte in der Arena nur noch wenig – abgesehen vom ein oder anderen früheren Funktionär, vereinzelt zu sehenden Fanpullovern und des vertraglich im Namen verankerten UBSC-Kürzels. Ansonsten war der Neo-Klub rund um Geschäftsführer Martin Mitter im Sommer bemüht, alles umzukrempeln. Größtes Zeugnis des Neustarts: Der aufblasbare und überdimensional große Adler an der Seitenlinie, durch den die Korbjäger das Parkett betreten. Dazu gab’s DJ-Musik und Tanzeinlagen, um den Fans bestmöglich die Zeit zu vertreiben.
Eine Konstante seit vielen Jahren ist aber geblieben: Graz-Trainer Ervin Dragsic „überlebte“ den Um- bzw. Neuaufbau und dirigierte gestern Shackleford und Co. bei der Heimpremiere. „Ich bin selbst gespannt, was heute passiert“, war der Slowene vor dem Aufwurf auch neugierig, wie und ob seine Truppe die Nerven im Zaum halten würde können.Erstes Derby steht anWas nach einem Stotter-Start, bei dem man Gegner Traiskirchen in der Defensive viel zu sehr gewähren ließ, im Laufe der Partie dann auch besser gelang. Trotz starker Aufholjagd im letzten Viertel, die beinahe mit einem Dreipunkter von Guerra im Finish gekrönt wurde, blieben die Adler diesmal ohne Beute – 82:85.
Zeit zum Verschnaufen bleibt aber keine: Sonntag (17.30) wartet das erste Derby der Saison, wenn die Eagles bei Meister Kapfenberg bestehen müssen. Die Bulls zeigten gestern in Eisenstadt, welche Ansprüche sie auch diese Saison haben: Topscorer Darko-Kelly (25) und Co. schnürten beim 108:88 den Hunderter.
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