Vincent Kriechmayr, Daniel Hemetsberger und Stefan Eichberger trainieren bis 18. Oktober noch einmal in Portillo. Der Weltverband FIS leidet indes nach der Eliasch-Ära …
Morgen klettern unsere Speed-Asse Vincent Kriechmayr, Daniel Hemetsberger und Stefan Eichberger in den Flieger. Auf geht’s (noch einmal) nach Südamerika. Bis zum 18.Oktober wird das Trio, begleitet von Coach Andreas Evers, einem Co-Trainer und einem Physio, im chilenischen Portillo wertvolle Speed-Kilometer (für Abfahrt und Super-G) sammeln. Woran aktuell in Europa nicht zu denken ist. Auf den Gletschern, egal ob in Österreich oder in der Schweiz, sind „nur“ Technik-Einheiten möglich.
Schweizer Sticheleien
Und das, zum Beispiel im Pitztal, bei sehr guten Verhältnissen. Auch für die „Exklusiv-Trainingstage“ Österreichs auf dem Riesentorlauf-Weltcup-Hang in Sölden (14.-16. Oktober) ist im Ötztal alles angerichtet.
„Die Speed-Jungs sind megahappy über diese Möglichkeit in Chile“, sagt Herren-Cheftrainer Marko Pfeifer. Der sich durch das eingeschobene Camp einen großen Mehrwert für den WM-Winter erwartet. Beim Ski-Erzrivalen Schweiz macht man sich angesichts der Rückkehr nach Chile über angebliche „Planungsfehler“ der Österreicher lustig. Schließlich sei man erst vor wenigen Wochen – inklusive Material – zurück nach Europa gereist. Da lässt sich Pfeifer nicht aus der Reserve locken. „Erstens konnte niemand wissen, dass in diesem Herbst gar nichts, wirklich gar nichts (an Niederschlag, Anm.) kommen würde. Und zweitens hält sich der Aufwand in Grenzen. Das ist es uns definitiv wert.“
Unterdessen steigt noch bis heute die Herbstsitzung des Ski-Weltverbands FIS. Dort legte der neue FIS-Boss Alexander Ospelt die Folgen der Ära seines Vorgängers Johan Eliasch offen. Vor allem finanziell: Das Eigenkapital der FIS sank von 2021 bis 2025 von 81 auf 43 Mio. Franken. Der neue ÖSV-General Jan Überall berichtete der „Krone“ aus Genf: „Wir als ÖSV haben seit Jahren hingewiesen, dass sich das nicht ausgehen kann. Die FIS hat jetzt den Ernst der Lage erkannt. Jetzt müssen wir alle zusammen den Turnaround schaffen.“
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